Ransomware-Schutz verbessert

engineer teamwork checking control panel and teaching new worker to operating control the machine in factory.
engineer teamwork checking control panel and teaching new worker to operating control the machine in factory.Bild: ©Quality Stock Arts/stock.adobe.com

Laut einer aktuellen Untersuchung des Cybersecurity-Spezialisten Sophos sind Unternehmen im Produktionssektor im Vergleich zu früheren Studien heute besser in der Lage, Ransomware-Angriffe zu stoppen, bevor Daten verschlüsselt werden. Allerdings setzen die Angreifer zunehmend auf den Diebstahl von Daten, um damit den Druck für reine Erpressungstaktiken aufzubauen. Eine der Folgen: Mehr als die Hälfte der betroffenen Fertigungsunternehmen bezahlten trotz verbesserter Abwehrmaßnahmen Lösegeld.

Die Ergebnisse des Reports

  • Sinkende Verschlüsselungsraten, aber veränderte Angriffstaktiken: 40% der Angriffe auf Produktionsunternehmen führten zu einer Datenverschlüsselung. Dies ist der niedrigste Wert seit fünf Jahren und ein Rückgang gegenüber 74% im Vorjahr. Gleichzeitig stiegen reine Erpressungsangriffe durch Datendiebstahl von 3% (2024) auf 10%.
  • Datendiebstahl bleibt ein zentrales Risiko: 39% der Produktionsunternehmen, die eine Ransomware-Verschlüsselung erlitten, verzeichneten zusätzlich auch einen Datendiebstahl – einer der höchsten Werte aller untersuchten Branchen.
  • Mehr Unternehmen stoppen Angriffe vor der Verschlüsselung: 50% der Fertigungsunternehmen verhinderten eine Datenverschlüsselung. Das sind mehr als doppelt so viele im Vergleich zum Vorjahr (24%).
  • Fachkräftemangel und unzureichender Schutz begünstigen Angriffe: 42,5% der Produktions- und Fertigungsunternehmen nannten fehlende Expertise als Ursache. Unbekannte Sicherheitslücken wurden von 41,6% als Grund genannt, fehlende Schutzmaßnahmen von 41%. Im Durchschnitt identifizierten die Unternehmen drei interne Faktoren, die zum Angriff beitrugen.
  • Mehr als die Hälfte der Fertigungsunternehmen zahlte Lösegeld: 51% der betroffenen Unternehmen zahlten das geforderte Lösegeld. Der mediane Lösegeldbetrag lag bei 861.111€, verglichen mit einer Forderung von median 1,03Mio.€.

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