„Von der Schulung bis zum ersten vorzeigbaren Video vergingen rund vier Monate – allerdings nicht durchgehend in Vollzeit. Wenn man die effektive Entwicklungszeit betrachtet, waren es etwa drei bis vier Wochen“, erinnert sich der Head of Software Engineering bei NexGen Wafer Systems.

Die Einführung verlief weitgehend reibungslos. Zwar traten vereinzelt Schwierigkeiten bei der Einbindung der Steuerung auf, doch diese wurden entweder durch den Support von Machineering oder durch eigene Anpassungen im Team rasch gelöst. „Die Unterstützung war jederzeit verfügbar – sowohl telefonisch als auch per Remote – und wir fühlten uns nie allein gelassen“, ergänzt Sanchez.

Die Ergebnisse –

messbar und nachhaltig

Der Einsatz von iPhysics brachte für NexGen messbare Vorteile. So konnten kritische Konstruktionsentscheidungen bereits in einer sehr frühen Phase überprüft werden. Die Durchsatzanforderungen wurden nicht nur simulativ bestätigt, sondern später auch durch reale Messungen an der physischen Maschine verifiziert. Auch die Softwareentwicklung lief erstmals synchron zur mechanischen Konstruktion. Dadurch konnten Schnittstellenprobleme und konzeptionelle Fragen bereits vor der realen Inbetriebnahme gelöst werden. Da die Software bereits getestet war, verkürzte sich die Inbetriebnahme der ersten realen Maschine erheblich. Die Visualisierung der Kinematik half zudem dabei, im interdisziplinären Team ein gemeinsames Verständnis für die Funktionsweise der Anlage zu entwickeln.

Besonders erfolgreich war der Einsatz bei der Entwicklung der neuen Sereno Platform. Die Kombination aus digitalem Modell, realistischer Steuerungsanbindung und Simulationsfähigkeiten bildete die Grundlage für den Projekterfolg. In kurzer Zeit konnte ein hohes Maß an Sicherheit bezüglich der Zielerreichung gewonnen werden.

Der Integrationsgrad

Aktuell wird iPhysics ausschließlich in der Entwicklungsabteilung genutzt – vorrangig für Neuentwicklungen. Eine eigene Simulationsabteilung existiert noch nicht – das Thema ist aber teamübergreifend verankert.

Die standortübergreifende Zusammenarbeit erfolgt über zentral bereitgestellte Modelle, klar definierte Schnittstellen und gemeinsame Trainings. Künftig ist geplant, iPhysics auch in weiteren Abteilungen, etwa im Marketing oder Service, einzusetzen – beispielsweise zur Visualisierung von Konzepten oder für Schulungszwecke.

Ausblick – vom Prototyp zur Standardlösung

Die bisherigen Erfolge motivieren NexGen, den Einsatz von iPhysics weiter auszubauen. In Zukunft könnte die Software auch im Angebotsprozess eingesetzt werden, um potenziellen Kunden frühzeitig virtuelle Anlagenkonzepte zu präsentieren – ähnlich einem digitalen Showroom. Zudem wird diskutiert, ob standardisierte Projektabläufe geschaffen werden sollen, in denen die Simulationssoftware als fester Bestandteil verankert wird.

Seiten: 1 2 3