
Geht es um die energieeffiziente Modernisierung der Beleuchtung, fällt eine Entscheidung heutzutage leicht: Zu einer Umstellung auf LED, so die einstimmige Meinung von Gebäudebetreibern, Planern oder Installateuren, gebe es schlicht keine Alternative. Allerdings ist das nur der erste Schritt. Denn trotz des hohen Einsparpotenzials der LED im Vergleich zu bisherigen Leuchtmitteln lässt sich die bestmögliche Energieeffizienz nur in Kombination mit einer automatisierten, bedarfsabhängigen Steuerung erreichen. Und da scheint die richtige Wahl zunächst nicht immer so klar zu sein.
Nur schalten oder auch regeln?
Es stellt sich nämlich eine Grundfrage: Soll die Steuerung das Licht nur schalten oder auch regeln – also einfaches ON/OFF oder doch besser DALI-2? Pauschal lässt sich dies nicht beantworten, doch es gibt Leitlinien, die hier Orientierung schaffen. Den Ausgangspunkt bilden stets zwei Dinge: Der konkrete Anwendungsfall und der Anspruch an die Flexibilität einer Steuerung. An Feuchträumen wie Parkhäusern, Technikkellern oder Sanitärbereichen lassen sich einige der Unterschiede demonstrieren. Einen wesentlichen Unterschied macht die Größe und manchmal auch das bloße Vorhandensein von Fensterflächen. Grundsätzlich gilt für die Steuerung die Regel: Je größer die Fensterflächen und damit der Tageslichteinfall, desto energieeffizienter und lohnenswerter ist ein Regeln der Beleuchtung. Planungsbeispiel A etwa zeigt ein Regallager, in dem ein bewegungs- und tageslichtabhängiges Schalten der Beleuchtung normalerweise ausreichen sollte. Denn es gibt nur zwei (und gemessen an der Raumgröße relativ kleine) Fenster.
Automatisches Schalten für beste LED-Lebensdauer
Umgesetzt wurde es hier durch Feuchtraumleuchten der Serie Olivia-2 von Esylux. Deren ON/OFF-Varianten verfügen optional über einen integrierten Hochfrequenz-Bewegungsmelder, der eine ganze Leuchtengruppe schalten kann. In den Regalgängen wurden deshalb Feuchtraumleuchten mit Sensorik und sensorlose Ausführungen über die integrierte Durchverdrahtung zu einer Gruppe miteinander verbunden. Kabelverschraubungen sichern zugleich Zugentlastung und Dichtigkeit. Olivia-2-Varianten mit integrierter Notlichtfunktion vervollständigen die Installation. Das automatische Schalten sorgt dabei nicht nur für einen energieeffizienten Betrieb. Denn für die bestmögliche Amortisation einer Investition in eine LED-Beleuchtung spielt auch die Lebensdauer des Leuchtmittels eine Rolle. In Nichtwohngebäuden zeigt die Erfahrung jedoch: Nutzer vergessen allzu oft, die Beleuchtung selbst auszuschalten. Das ist schlecht fürs Energiesparen, aber auch für die Lebensdauer der LED. Ein Präsenz- oder Bewegungsmelder nutzt diese dagegen zuverlässig aus.
Konstantlichtregelung mit DALI-2
Dieses Prinzip gilt auch in Planungsbeispiel B, einer Parkhausetage. Denn auch dort wird die Beleuchtung präsenzabhängig geschaltet. Da es sich um ein oberirdisches Parkhaus mit viel Tageslichteinfall handelt, fiel die Entscheidung hier für eine DALI-2-Lösung. Die Steuerung von bis zu 16 Lichtgruppen übernimmt in diesem Fall ein APC-Präsenzmelder von Esylux mit integrierter DALI-2-Steuereinheit. Die in die DALI-2-Varianten von Olivia-2 eingebauten HF-Melder dienen als sogenannte Eingabegeräte und informieren den steuernden APC-Präsenzmelder über erkannte Bewegung. Durch die Wahl von DALI-2 lässt sich auf der gesamten Parkhausetage bei erkannter Bewegung eine tageslichtabhängige Konstantlichtregelung realisieren. Diese passt die Beleuchtungsstärke anhand eines vorgegebenen Helligkeitssollwerts automatisch an das bereits vorhandene Tageslicht an und nutzt dieses dadurch energieeffizient aus. Doch wie wäre es, wenn es sich hier um eine unterirdische Tiefgarage mit wenig oder keinem Tageslichteinfall handeln würde? Wäre dann zwangsläufig wieder eine ON/OFF-Lösung vorzuziehen? Wer bis hierhin gelesen hat und so denkt, hat zweifellos aufgepasst – und liegt dennoch falsch.

















