ctrlX Automation 2025: KI, Virtualisierung und Co-Creation

 Das Portfolio der Automatisierungsplattform ctrlX Automation wird stetig erweitert.
Das Portfolio der Automatisierungsplattform ctrlX Automation wird stetig erweitert. Bild: Bosch Rexroth AG

Mit der Plattform ctrlX Automation hat Bosch Rexroth in wenigen Jahren eine der offensten und dynamischsten Architekturen der industriellen Automatisierung etabliert. Mit der Plattform ctrlX Automation hat Bosch Rexroth in wenigen Jahren eine der offensten und dynamischsten Architekturen der industriellen Automatisierung etabliert. Das Automatisierungssystem wird stetig um neue Hardware und Software erweitert und umfasst auch ein komplettes Ökosystem mit Partnerwelt. Ziel ist es, einen modernen Standard für die Automatisierung zu schaffen – offen, skalierbar und sicher.

Mehr Leistung

für KI und Motion

„Wir hatten uns Ende des letzten Jahres gefragt, was wir nach der SPS 2024 zeigen könnten“, eröffnete Steffen Winkler, Vertriebsleiter der Business Unit Automation & Electrification Solutions bei Bosch Rexroth. „Aber das Jahr über entsteht dann wieder so viel Neues, dass wir eher überlegen müssen, was wir weglassen.“ Tatsächlich zieht sich ein roter Faden durch alle Produktlinien: mehr Rechenleistung, mehr Offenheit – und zunehmend AI-ready Hardware.

Die modulare Steuerung ctrlX Core erhält mit dem neuen Hailo-8-Modul eine massive Performance-Steigerung, bis zum Hundertfachen bei KI-Anwendungen. Parallel erweitert Bosch Rexroth seine ctrlX IPCs um Nvidia-GPU-Optionen, die 10- bis 20-fach höhere Edge-Performance ermöglichen. „Wenn KI direkt im Feld arbeitet, braucht sie auch lokale Speicherkapazität“, erläuterte Winkler. „Dafür gibt es jetzt eine integrierte SSD-Extension – 80GB on board.“

Zusätzlich wächst das ctrlX I/O-Portfolio um 23 neue Module, die erweiterte Einsatzmöglichkeiten in Automatisierung und Infrastruktur eröffnen.

Auch bei den Antrieben ctrlX Drive gibt es Neuerungen: Die neue dritte Generation schaltschrankloser Servoantriebe nutzt erstmals Siliziumcarbid-Leistungselektronik – kompakter, effizienter und mit weniger Verlustleistung. Ergänzt wird sie durch das neue XMR-Energiesystem, das Bremsenergie intelligent im System hält, statt sie ungenutzt zurückzuspeisen.

Auch die ctrlX Flow-Familie, die verschiedene Motion-Systeme für die Intralogistik bietet, wird erweitert. Das Planarsystem Flow6D erhält eine kleinere Mover-Größe und das lineare Motion-System FlowHS eine Weiche für spezifische Topologien und Anordnungen.

Ein echter Meilenstein ist die neue Safety-PLC als App. Sie ersetzt die klassische zusätzliche CPU und macht funktionale Sicherheit zu einer Softwarefunktion. Backup, Restore und Engineering sind integriert – ein Plus an Effizienz und Flexibilität. Damit werden Maschinenprojekte platzsparender, einfacher und wirtschaftlicher realisierbar“, erklärt Winkler.

Künstliche Intelligenz und

digitaler Support: Ask iXi

Der zunehmende Einsatz von KI erfordert mehr Rechenleistung – etwa für vorausschauende Wartung, Datenanalyse und automatisiertes Engineering. Ein konkretes Beispiel ist der neue Chatbot Ask iXi, vorgestellt von Theresa Christ, Development Engineer for New Technologies. Der auf der Veranstaltung erstmals gezeigte Assistent ist direkt in ctrlX Works und die Web-Umgebung der Plattform integriert. Er durchsucht bei Anfragen automatisch die technische Dokumentation, strukturiert die Ergebnisse mithilfe eines Large-Language-Modells und liefert präzise, aus den Dokumenten zitierte Antworten mit direkten Links zur passenden Quelle. „Ask iXi ist kein Coding-Assistent, sondern ein digitaler Kollege, der geprüfte Antworten aus unserer Dokumentation liefert – 24 Stunden am Tag“, erläuterte Christ. Damit schließt Bosch Rexroth die Lücke zwischen Dokumentation und Anwendung: Entwickler und Integratoren erhalten Hilfestellung in Echtzeit, Supportanfragen werden reduziert, und der Einstieg in die Plattform fällt leichter. Ask iXi ist ein weiterer Schritt, um Wissen und Engineering in der ctrlX Automation-Welt eng zu verknüpfen – ein Copilot für den Maschinenbau.

Co-Creation statt

Kompatibilitätsgrenzen

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