„Wir wollen Automatisierung wirklich offen leben – und unsere Partner bestätigen uns, dass sie diese Offenheit spüren“, erklärte Hans-Michael Krause, Leiter Partner Management bei Bosch Rexroth. Das Partnernetzwerk ctrlX World vereint inzwischen über 100 Mitglieder – von Sensor- über Robotik- bis zu Antriebsspezialisten. Ziel ist es, Integrationshürden für Maschinenbauer zu senken und Applikationen schneller realisierbar zu machen. „Viele Anwender kämpfen mit inkompatiblen Technologien. Unser Netzwerk bringt die Fraktionen zusammen.“

Neu im Kreis ist der Safety-Spezialist Schmersal, vertreten durch Christian Lumpe: „Unser Beitrag ist die Safety Fieldbox mit FSoE-Schnittstelle. Sie sammelt Sicherheitsgeräte im Feld, reduziert den Verkabelungsaufwand erheblich und ist dank vorkonfektionierter M12-Steckverbindungen praktisch fehlerfrei installierbar.“ Über die neue Safety-App von Bosch Rexroth wird sie direkt eingebunden – ein Musterbeispiel für Co-Creation.

Auch Christian Kessler von SEW-Eurodrive zeigte, wie sich Antriebstechnik in das offene Betriebssystem integrieren lässt. „Unsere Kunden wollen keine Produkte, sie wollen Lösungen“, betonte Kessler. Über die neue Connector-App können SEW-Antriebe direkt über ctrlX OS parametriert werden – ohne zusätzliche Gateways.

ctrlX OS 3.6 –

das Herz der Plattform

Das Betriebssystem ctrlX OS ist das Herz der Automatisierungslösung – und mit der neuen LTS-Version 3.6 erhält das Betriebssystem weitere Neuerungen. Carina Heil, Director Partner Ecosystem, brachte es auf den Punkt: „Unsere Kunden erwarten Stabilität und Planungssicherheit – das ermöglicht unser Long Term Support.“ Die neue Version bietet nicht nur erweiterte Speicher- und Netzwerkfunktionen, sondern auch vollständige Unterstützung redundanter Protokolle (HSR, PRP) für hohe Anlagenverfügbarkeit. Neu ist außerdem ein Partition Manager für die effiziente Speicherverwaltung.

Open to Other Devices:

Das System öffnet sich

Besonders stolz ist Heil auf den Punkt ‚Open to other devices‘. ctrlX OS läuft nicht nur auf Rexroth-Hardware, sondern auch auf Geräten von Partnern – wie Wago, Congatec, Dell und Nokia. Eaton zeigt außerdem ein OEM-Proof-of-Concept mit HMI-/PLC-Integration. „Wir ermöglichen den Shift North“, so Heil. „Automatisierungsfunktionen wandern nahtlos von der Feldebene bis in die Cloud – identisch in Logik und Bedienung.“ Für unterschiedliche Anforderungen bietet Bosch Rexroth drei Varianten:

  • Standard – System-Image für Standard-x86/64-Hardware mit direktem Zugriff auf das ctrlX OS Ecosystem,
  • Customized – mit der Möglichkeit zur tiefen technischen Anpassung auf Kernelebene,
  • Premium – für tiefgehende Anpassungen im gesamten Betriebssystem.

Virtualisierung: Das Betriebssystem wird skalierbar

Ein weiterer Innovationsschritt ist die vollständige Virtualisierung des Betriebssystems. Mehrere Instanzen von ctrlX OS können parallel auf einem zentralen Server laufen – vollständig isoliert und mit allen Apps des Ökosystems. „Das ist ein echter Gamechanger“, so Heil. „Wir optimieren den Ressourceneinsatz, sparen Energie und vereinfachen die IT-Infrastruktur radikal.“ Der Nutzen liegt auf der Hand: weniger Hardware, geringere Wartung, optimierte Rechenleistung. Kunden können ihre Applikationen nun völlig flexibel dort betreiben, wo es am sinnvollsten ist – bei harten Echtzeitanforderungen auf der Steuerung, und bei nicht-echtzeit kritischen Anforderungen auf dem Edge-Gerät oder dem Server.

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