

Dos: Was bei der Automatisierung hilft
1. Ein klares Zielbild definieren
Wer zu früh zu stark automatisiert, ohne mögliche spätere Produkterweiterungen mitzudenken, läuft Gefahr, bereits getätigte Investitionen später wieder überarbeiten zu müssen. Ebenso wichtig ist die klare Kommunikation dieses Zielbildes an externe Partner.
2. Prozesse rational analysieren
Die Automatisierung eines Prozesses sollte nie isoliert betrachtet werden. Vielmehr gilt es, auch vor- und nachgelagerte Prozessschritte zu berücksichtigen. Eine frühe Gesamtbetrachtung hilft, spätere Mehraufwände zu vermeiden.
3. Mitarbeitende von Anfang an einbeziehen
Oft wird über die Köpfe der Mitarbeitenden hinweg entschieden, wenn neue Automatisierungslösungen geplant werden. Dabei schlummert gerade hier wertvolles Wissen. Werden die Mitarbeitenden ernsthaft einbezogen, fühlen sie sich nicht nur wertgeschätzt – sie tragen aktiv zur Qualität der Lösung bei.
4. Nicht nur auf finanzielle Kennzahlen achten
Bei der Bewertung von Automatisierungsvorhaben sollten auch weiche Faktoren wie Ergonomie, Arbeitsschutz und Nachhaltigkeit berücksichtigt werden. Wiederholte, monotone oder körperlich belastende Tätigkeiten lassen sich durch Automatisierung entschärfen – und werden damit auch für potenzielle neue Mitarbeitende interessant. Zudem liefert ein automatisierter Prozess konstante Teilequalität und reduziert den Ausschuss deutlich. Auch der Energie- und Ressourceneinsatz lässt sich durch präzisere Maschinen im Vergleich zum händischen Gebrauch senken.
5. Externen Expertenrat einholen
Nicht alles muss intern gelöst werden. Insbesondere bei Themen wie Sicherheitsbetrachtungen oder ganzheitlichen Prozessbewertungen ist es sinnvoll, auf externe Expertise zurückzugreifen. Der Automations-Check von Schunk bietet z.B. einen fundierten Blick von außen und öffnet neue Perspektiven.
6. Eine feste Ansprechperson benennen
Ideal ist eine feste Ansprechperson im Unternehmen, die als Schnittstelle zwischen Technik, Dienstleistern und internen Abteilungen fungiert. Fehlt eine solche Rolle, kann sie durch gezielte Weiterbildung geschaffen werden – z.B. über einen Applikationsworkshop bei Schunk, in dem Grundlagen der Automatisierung vermittelt und der Blick für Potenziale geschärft werden.

Der Automations-Check hilft dabei, den Einstieg in die Automatisierung gezielt vorzubereiten und Prozesse nachhaltig zu gestalten. – Bild: Schunk SE & Co. KG 
Schunk bietet standardisierte Automationszellen für besonders nachgefragte Prozessschritte mit hoher Wertschöpfung an, wie z. B. das Lasermarkieren. – Bild: Schunk SE & Co. KG 
Automatisierung kann sehr einfach sein – doch stets besteht die Gefahr, mögliche Komplikationen zu übersehen, wie z.B. beim Sortieren. Durch den Austausch mit dem Expertenteam von Schunk sind Sie auf der sichereren Seite. – Bild: Schunk SE & Co. KG 
In den Applikationsworkshops von Schunk werden die Grundlagen der Automatisierung vermittelt und anhand von Praxisbeispielen Vorgehensweisen für individuelle Anwendungen erarbeitet. – Bild: Schunk SE & Co. KG
Don’ts: Was Sie bei der Automatisierung besser vermeiden
1. Nicht zu viel auf einmal wollen
Die Versuchung ist groß, gleich mehrere Prozesse gleichzeitig zu automatisieren. Doch genau das kann schnell zu Überforderung, Budgetüberschreitungen oder sogar technischen Komplikationen führen. Erfolgreiche Projekte starten in der Regel fokussiert – mit einem klar definierten Kernprozess. Von dort aus können sie Schritt für Schritt erweitert werden.
2. Nicht jeden Prozess automatisieren wollen
Es ist sinnvoll abzuwägen, welche Prozesse sich wirtschaftlich und technisch eignen. Manche Prozesse sind manuell effizienter – sei es, weil sie selten anfallen, zu komplex sind oder weil der Mensch sie besser und günstiger ausführen kann.
3. Nicht an der ursprünglichen Idee festhalten, wenn sie nicht funktioniert
Wichtig ist, nicht starr an einer einmal gefassten Idee festzuhalten, sondern offen für alternative Lösungen zu bleiben – auch wenn das bedeutet, einen Prozess doch manuell zu belassen.
4. Die Komplexität der Rahmenbedingungen nicht unterschätzen
Automatisierung kann komplexer sein als zunächst angenommen. Faktoren wie Teilevielfalt, Losgrößen, Taktzeiten, Autonomiegrad oder Umgebungsbedingungen haben erheblichen Einfluss auf die Machbarkeit und die Kosten. Ein scheinbar simpler Handgriff – wie das Greifen aus einer Schüttgutkiste – kann automatisierungstechnisch eine große Herausforderung sein. All diese Aspekte sollten im Vorfeld durchdacht und gegebenenfalls mit Unterstützung eines Experten analysiert werden.


















