Eine zentrale Produktgruppe sind die SKL-Schirmklammern. Sie verbinden den Kabelschirm mit dem Massepotenzial und sorgen für eine sichere Ableitung hochfrequenter Störströme. Entscheidend ist dabei nicht nur die Verbindung an sich, sondern ihre Qualität: kurze Anbindung, geringer Übergangswiderstand, hoher Anpressdruck und eine möglichst große Kontaktfläche. „Unsere SKL-Schirmklammern erreichen durch ihre Konstruktion eine bis zu 50 Prozent größere Kontaktfläche als herkömmliche Federklemmen. In Verbindung mit dem konstanten Federdruck bleibt die Schirmkontaktierung auch unter Vibrationsbelastung dauerhaft stabil,“ so Michael Bär. Die Klammern sind wartungsfrei und in vielen Montagevarianten erhältlich, etwa für Direktmontage, Hutschiene, Sammelschiene oder C-Schiene. Sie decken unter anderem auch große Klemmbereiche ab, daher kann die Anzahl an unterschiedlichen Ausführungen reduziert werden. Alternativ zu den SKL-Schirmklammern bietet Icotek klassische Schirmklemmen mit einer großen Vielfalt an Baugrößen und Montagemöglichkeiten an. Je nach Ausführung lassen sich EMV-Schirmanbindung und Zugentlastung in einem Bauteil kombinieren. Das spart Platz und vereinfacht die Montage, etwa im Schaltschrankbau oder bei Profinet-Anwendungen. Wenn auf engem Raum eine große Zahl von Leitungen sicher abgefangen werden muss, bieten die EMV-Reihenfüße RLF und RLFZ eine effiziente Lösung. Mit dem EMV-Konfigurator lässt sich die Bestückung passend zur jeweiligen Anwendung zusammenstellen. Den individuell ausgelegten Reihenfuß fertigt und bestückt Icotek anschließend kundenspezifisch.

Abschirmung an der Gehäusewand

Während Schirmklammern vor allem schirmgebundene Störungen ableiten, setzt die Produktfamilie EMV-KEL direkt an der Kabeleinführung an. Die Systeme sind für vorkonfektionierte Leitungen ausgelegt, sodass Stecker bei der Montage nicht entfernt werden müssen. Michael Bär erläutert die Eigenschaften und Vorteile: „Die Abschirmwirkung unserer EMV-KEL basiert auf leitfähigen Elastomer-Tüllen und leitfähigen Flachdichtungen, die bereits am Eintrittspunkt eine wirksame Kontaktierung und Abschirmung ermöglichen. Auf diese Weise lassen sich sowohl schirm- als auch feldgebundene Störungen gezielt reduzieren. Für Anwendungen mit zusätzlichen Anforderungen an Staub- und Wasserschutz steht die EMV-KEL-DS in Schutzart IP55 zur Verfügung.“ Ein Vorteil liegt darin, dass Icotek Lösungen für Standardausbrüche bietet, bei denen auch Leitungen mit Stecker EMV-technisch sauber eingebunden werden können. Das ist vor allem in beengten Bauräumen und bei Nachrüstungen relevant. Welche Größe die Kabeldurchführung haben muss, wird meist erst bei der Montage vor Ort entschieden, da dies vom Kabeldurchmesser abhängt. Die eingeplante Kabeldurchführung oder -verschraubung ist daher oft entweder zu groß oder zu klein und somit nicht passrecht. Mit der KEL-DPF-OD ist man flexibel: Der sehr große variable Dichtbereich (3 bis 60mm) ermöglicht es, mit einer Lösung unterschiedlichste Leitungsdurchmesser sicher abzudichten.

Anwendungen in Industrie

und Spezialbereichen

Die EMV-Komponenten werden überall dort eingesetzt, wo Anlagen zuverlässig funktionieren müssen und elektromagnetische Störungen zum Risiko werden können, ob Maschinenbau, Schaltschrankbau, Bahn, Pharma, Lebensmittelindustrie oder Photovoltaik. Sowohl die Schirmklammern als auch die EMV-Kabeleinführungen sind auf die Anforderungen solcher Anwendungen ausgelegt. Dazu gehören eine platzsparende Bauweise, eine sichere und dauerhaft stabile Schirmanbindung, eine einfache Integration auch bei Nachrüstungen sowie eine hohe Zuverlässigkeit im laufenden Betrieb. Gerade in sensiblen Anwendungen ist es entscheidend, elektromagnetische Störungen so früh wie möglich zu beherrschen und nicht erst im Schaltschrank. Die Lösungen von Icotek setzen deshalb an den kritischen Übergängen an, um Störungen gezielt zu erfassen und abzuleiten.

Potenzialausgleich

ist entscheidend

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