Das Cynapse-Modul im CPK-Getriebe kann neben Temperaturwerten auch Vibrationen und Peak-to-Peak-Beschleunigungswerte messen und auswerten. „Diese dienen als wesentliche Indikatoren für die Einstellung des Messers“, erklärt Schreyer. „Zu hohe Werte weisen auf eine Einstellung hin, in der im Schneideprozess zu viel Kraft einwirkt und die Gefahr von Verschleiß an Messern, Siegelbacken und Sensoren besteht. Zudem gehen sie einher mit hohen Laufgeräuschen. Zu geringe Werte deuten darauf hin, dass die Folie möglicherweise nicht vollständig durchschnitten, Pizzen nicht korrekt verpackt und versiegelt und möglicherweise auch Folienreste durch die Maschine geschleppt werden.“ Daher arbeitet man bei Schreyer Sondermaschinen daran, per Datenlogging die Sensordaten der Getriebe in der Quersiegelstation zu erfassen.

Einblick in das

Betriebsverhalten

Der Smart Service kann diese Betriebsdaten übernehmen und auswerten. „Die integrierte Teach-In-Funktion ist in der Lage, hierfür über eine definierte Zeitspanne das Vibrations- und Beschleunigungsverhalten zu erfassen, wie es für eine i.O.-Quersiegelgruppe typisch ist“, führt Schauk aus. „Dabei kann die Software individuelle Grenzwerte für das Betriebsverhalten der Quersiegelstation und der Messereinstellung ermitteln und überwachen.“ Die Visualisierung der aktuellen Messwerte kann dann in die Bedienoberfläche der Maschine integriert und so für den Maschinenbediener oder das Servicepersonal direkt zugänglich gemacht werden. Zudem ist es möglich, alle Daten als Histogramme aufzubereiten und in der Historie der Getriebe zu hinterlegen. „Wir sind auf dem besten Weg, um gemeinsam mit Wittenstein Alpha und einem Endkunden eine automatisierte Erkennung und Prognose von Wartungsbedarfen der Folienschneidmesser in der Quersiegelstation umzusetzen“, blickt Schreyer voraus.

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