Michael Koch stellt mit der PXT‑KX eine Kurzzeit‑USV für elektrische Antriebe vor, die speziell bei Spannungseinbrüchen (Brownouts) und kurzen Netzausfällen (Blackouts) hilft, ohne dass eine große, oft überdimensionierte USV nötig ist. Das Gerät wird direkt am Gleichstrom‑Zwischenkreis von Frequenzumrichter oder Servoregler an Plus/Minus angeschlossen und arbeitet nach dem Plug‑and‑Play‑Prinzip weitgehend ohne Parametrierung; eine LED zeigt den Status, die Bereitschaft kann digital gemeldet werden.
Die Lösung ist modular aufgebaut: ein aktives Modul plus Energiespeichermodule (je ca. 2 kJ, maximal knapp 10 kJ). Damit kann die PXT‑KX den Zwischenkreis bei Unterschreiten von 470 VDC kurzzeitig stützen, sodass der Antrieb weiterläuft oder kontrolliert in einen sicheren Zustand gefahren werden kann. Genannt werden u. a. 40 A Spitzenstrom (bis ca. 1,156 s) sowie je nach Ausbaustufe beispielhaft 2 kW für 0,9 bis 4,66 s; rechnerisch sind bis 8 kW möglich. Vollzyklen sind – je nach Konfiguration – 8 bis 40 Mal pro Stunde machbar; im Standby werden Speicherverluste automatisch nachgeladen (Ladeleistung 1 kW).
Für Sicherheit und Robustheit sorgen u. a. interne Sicherungen, modulweise Absicherung und Schutz vor Verpolung; optional gibt es eine Kommunikationskarte. Wichtig: Die PXT‑KX ist keine Energie-/Leistungspufferlösung für zyklische Anwendungen (dafür andere PXT‑Varianten), Bremsenergie muss weiterhin z. B. über Bremswiderstände gehandhabt werden.
Besonders betont wird die Eignung für Bestandsmaschinen und Retrofit, da der Einbau bei Zugang zum Zwischenkreis einfach ist. Durch die seltenen Einsatzfälle ist auch eine IP66‑Klemmenkasten‑Variante möglich, die außen am Schaltschrank montiert werden kann und so Platz im Schaltschrank spart.
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Besonders geeignet ist das neue Gerät PxtKX für die Ausstattung von schon im Betrieb befindlichen Maschinen und Anlagen sowie für den Fall des Retrofittings. Die Auslegung der Kurzzeit-USV-Lösung ist hier erfahrungsgemäß aufgrund der bekannten Datenlage relativ einfach. Das Einfügen in bestehende Antriebssysteme von Maschinen und Anlagen ist dann bei direktem Zugang zum Zwischenkreis problemlos möglich.
Begrenzter Einsatz
ermöglicht hohe Schutzart
Die seltenen Einsatzfälle, die begrenzte Zyklenanzahl über die Zeit und damit die geringe Verlustleistung machen es möglich, dass das Gerät mit einem Speichervolumen von 2 oder 4kJ in einen kompakten Klemmenkasten der hohen Schutzart IP66 zu verbauen. Auch diese Lösung stellte Koch auf der SPS-Messe 2025 vor. Mit einer Grundfläche von Länge mal Höhe von 400x300mm, einer Tiefe von 120mm und einem Gewicht von rund 13kg bei 2 oder ca. 16,5kg bei 4kJ Energieinhalt kann das Gerät außen am Schaltschrank oder in dessen Nähe platziert werden. Wertvoller Schaltschrankplatz bleibt somit erhalten bzw. es muss kein zusätzlicher Schaltschrankplatz geschaffen werden. Die Verkabelung erfolgt über Kabelverschraubungen. Auch bei dezentraler Antriebstechnik kann im Fall eines direkten Zugangs zum Gleichstromzwischenkreis der Antriebselektronik auf diese Lösung zur Sicherstellung einer Stromversorgung zur Vermeidung von Schäden zurückgegriffen werden. Bei Bedarf können weitere ergänzende Energiemodule in einem weiteren Klemmenkasten angeschlossen werden.
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