Kundenangepasste Module für die E-Mobilität

Der Hersteller unterstützt mit der Erweiterung des mechatronischen Greiferportfolios die allerorts fortschreitende Elektrifizierung. Das entspricht auch den Zielen des Wekal-Kunden. „Auch wenn wir dem Automobilbauer die Handhabungszelle schlüsselfertig zur Integration in die Produktionslinie liefern, hat er doch ein Auge darauf, welche Komponenten verbaut sind. Vor allem in der Produktion von Elektromotoren sollten auch elektrische Module verbaut sein“, gibt Peter Liebal zu bedenken. „Von dieser Lösung mit dem EZU war der Kunde begeistert.“ Vier Automatisierungszellen sind bereits ausgeliefert. Vier weitere Zellen folgen noch – darunter auch eine Zelle, in der EGU und EZU bei der Handhabung dank der Synergien effizient zusammenarbeiten.

Drei Baugrößen des Zentrischgreifers hat Schunk zur Verfügung gestellt, damit kann Wekal alle an der Applikation vorkommenden rotationssymmetrischen Bauteile greifen. „Wir haben diverse Greiftechnik von Schunk in vielen Portallösungen und Roboterzellen verbaut“, bekräftigt Liebal. „Aber dieses Arbeitsergebnis hat uns besonders überzeugt. Durch die individuelle Herangehensweise an diese spezifische Lösung und den engen Austausch sind wir in gemeinsamer Diskussion zum optimalen Ziel gekommen.“

Der Drei-Finger-Universalgreifer EZU ist vielseitig einsetzbar beim Greifen zylindrischer Werkstücke ohne Greifkraftverlust. Zu den Einsatzgebieten gehört z.B. das flexible Be- und Entladen von Werkzeugmaschinen mit rotationssymmetrischen Werkstücken sowie die Handhabung von Wellen und Zahnrädern im Produktions- und Montageprozess von Antriebssträngen in der Automobilfertigung. Durch die abgedichtete Bauweise ist der EZU geeignet für den Einsatz in rauen Umgebungen mit Verschmutzungen durch Späne oder Kühlschmierstoff. Sein besonderes Alleinstellungsmerkmal ist das verlässliche Greifen exzentrisch gelagerter bzw. ungenau positionierter Werkstücke. Hier punktet er mit seiner Leistungsfähigkeit hinsichtlich Greifkraft – in drei Baugrößen mit Hüben von 30 bis 40mm bringt er eine Greifkraft von 175 bis maximal 3.600N auf. Die Greifkräfte werden ohne Mindestverfahrweg erzeugt, was den Handlingprozess beschleunigt. Selbst bei Notaus oder Stromausfall behält der EZU mindestens 80 Prozent seiner Greifkraft.

Seiten: 1 2

  • Schlüsseltechnologie

    Die Elektromobilität erfordert innovative und automatisierte Fertigungstechnologien, insbesondere bei der Herstellung von leistungsfähigen Hairpin-Statoren für Elektromotoren. Ein zentrales und sicherheitskritisches Qualitätsmerkmal ist…


  • Sichere Greifprozesse mit Machine Vision

    Für durchgängig automatisierte Pick&Place-Tätigkeiten ist es wichtig, dass Roboter auch unterschiedlich geformte und durchscheinende Objekte sicher greifen können. Deep-Learning-Methoden in einer leistungsfähigen…