Virtuelle Inbetriebnahme auf neuem Level

Bild: F.EE Industrieautomation GmbH & Co. KG

Gerade bei der Performance soll das Simulations-Tool fe.screen-sim V5 neue Benchmarks setzen. Die Basis hierfür bildet die Tatsache, dass F.EE das Rendering als zentralen Bestandteil der Simulation eigenständig entwickelt. Neben Performance-Vorteilen geht damit auch eine flexible und verbesserte Darstellung für Simulationen einher. Da das Rendering wesentlichen Einfluss auf die Auslastung einer Grafikkarte hat, erlaubt die Lösung eine besonders effiziente und flüssige Darstellung – auch von hochdetaillierten CAD-Modellen.

Neben dem Performance-Zuwachs bringt das neue Rendering auch verschiedene optische Neuerungen mit sich. Anlagen können laut Anbieter nahezu fotorealistisch dargestellt werden. Durch Raytracing-Technik erfolgt die Darstellung von Elementen samt Beleuchtung, Schatten, Spiegelungen realitätsnäher als zuvor. „Wir setzen beim Rendering auf eine Kombination unterschiedlicher Methoden und Algorithmen. So erreichen wir sowohl bessere Performance als auch Darstellungsqualität. Davon profitieren nicht nur die Anwender bei der Erstellung digitaler Zwillinge, sondern auch weitere am Engineering- und Projektprozess beteiligte Abteilungen“, erklärt Peter Meier, Leiter der Abteilung Softwareentwicklung Simulation und Virtuelle Inbetriebnahme bei F.EE, die Vorteile des neuen Renderings.

Plug-in für Roboter

Auch im Bereich Robotersimulation hat sich mit der Version 5 einiges getan. Hier kooperiert F.EE z.B. mit der Firma Robo DK. Durch das Plug-in sollen sich Roboter in fe.screen-sim einfacher und intuitiver einbinden lassen – unabhängig von Typ oder Hersteller: Die Roboter können unkompliziert programmiert, simuliert und damit vollständig getestet werden. Alle Interaktionen und Schnittstellen werden so im Gesamtverbund bereits im Vorfeld geprüft. Außerdem ermöglicht die Zusammenarbeit mit Eleven Dynamics die Anpassung von Roboterbahnen mittels KI.

In fe.screen-sim ist nun auch das Simulieren von Schlauchpaketen an Robotern möglich. „Wir wissen aus eigener Erfahrung, dass oft kleine Details über den Erfolg von komplexen Projekten entscheiden“, so Firmengründer Hans Fleischmann. „Daher legen wir so viel Wert auf eine kontinuierliche Steigerung des Detaillierungsgrades in unserer Simulationssoftware.“ Schlauchpakete können in einem Projekt bei einer Kollision mit anderen Objekten der Anlage Zeitverzug und Kosten verursachen, wenn diese erst bei der realen Inbetriebnahme festgestellt wird. Die Version 5 soll hier Abhilfe schaffen und auf einfache Art und Weise die Simulation inklusive diesem Detail ermöglichen.

Simulation als

Zeitmaschine

Die neue Softwareversion wartet noch mit einem weiteren Detail mit Auswirkungen auf die praktische Arbeit mit digitalen Zwillingen auf. „Wir haben in fe.screen-sim einen Regler integriert, mit dem man sozusagen mit der Zeit spielen kann“, sagt Entwicklungsleiter Meier. Das soll völlig neue Analysemöglichkeiten bieten: Durch eine Verlangsamung der physikalischen Abläufe werden sehr schnell ablaufende Prozesse in Slow Motion ausgewertet. Gleichzeitig können Prozesse, die oft Stunden, Tage oder Wochen beanspruchen, im Zeitraffer dargestellt und somit z.B. ganze Produktionstage in kurzer Zeit simuliert werden.

Eine vielversprechende Option bildet die Tatsache, dass nun mit dem Condition-Monitoring-Tool fe.screen-analytics ein weiteres Software-Tool des Herstellers an die Simulationssoftware angebunden und damit bereichsübergreifend Knowhow gebündelt wurde. Die neue Schnittstelle eröffnet spannende Möglichkeiten in Bezug auf die Datenanalyse in der virtuellen Inbetriebnahme. Denn durch den Austausch zwischen beiden Tools können Daten bzw. Messwerte live in der Simulation angezeigt, ausgewertet und Anlagen damit effizienter getestet werden.

Die erfassten Daten können gespeichert und unterschiedliche Szenarien auf Basis der gesammelten Analysedaten miteinander verglichen werden, wodurch sich für die simulierten Anlagen der größtmögliche Durchsatz ermitteln lässt. Dabei kommt den Anwendern von fe.screen-sim zugute, dass die Anpassung und Verbesserung von Anlagen seit Jahrzehnten zu den Tätigkeitsbereichen von F.EE zählt und das Unternehmen dahingehend auf einen ausgesprochen großen Erfahrungsschatz zurückgreifen kann. „Mit der neuen Version 5 entwickelt sich fe.screen-sim noch mehr zu einem ganzheitlichen, praxisorientierten und zukunftsfähigen System für die virtuelle Inbetriebnahme und darüber hinaus“, resümiert Fleischmann.

ERP, Lagerverwaltung

und Projektplanung

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