
Was hat eine Event-Arena für Musicals mit einer Biogas-Anlage und einer robotergestützten Produktionsstraße für Automobilkomponenten gemeinsam? Für alle drei Aufgabenfelder plant und baut die Firma Elektroanlagen Röring in Vreden Schaltschränke – und übernimmt auch, wenn gewünscht, die komplette Elektroplanung einschließlich Automatisierung und SPS-Programmierung. So unterschiedlich diese Anwendungen sind: Es handelt sich immer um anspruchsvolle Projekte mit großem Steuerungsaufwand, entsprechend komplex sind die Schaltschränke und natürlich die Automatisierungstechnik sowie die SPS-Programmierung.
Kernkompetenz:
Steuerungstechnik für Biogas-Anlagen
Ein typisches Projekt ist live in der Schaltschrankfertigung zu sehen und passt auch deshalb gut, weil es für den aktuell größten Branchenschwerpunkt von Röring bestimmt ist. Geschäftsführer Markus Aagten: „Über Deutschland und sogar über Europa hinaus sind wir als Experten für den Schaltschrankbau von Biogas-Anlagen bekannt. Hier haben wir eine sehr gute Marktposition, auch bei Sonderanlagen z.B. für den Gas-to-grid-Betrieb.“ Zu den Leuchtturmprojekten in diesem Bereich gehört die größte Biomethan-Anlage Europas in Friesoythe. Aber auch die Schaltanlage, die sich aktuell im Prüffeld befindet, ist komplex. „Die Biogas-Erzeugung ist ja kein diskreter Prozess mit vielen aufeinanderfolgenden Schritten, sondern quasi ein einziger großer Prozess mit vielen Variablen, die sich gegenseitig beeinflussen“, bestätigt Aagten und erklärt weiter: Deshalb hängt bei den bis zu 63 Schaltschrankfeldern buchstäblich alles mit allem zusammen, wie man an den zahlreichen Verbindungsleitungen sieht. Entsprechend herausfordernd sind die Prüfung und die Endabnahme.
Elektro-Engineering:
Mit wenig viel schaffen
Beim Elektro-Engineering arbeitet Röring mittlerweile im zehnten Jahr mit der Eplan Plattform. „Unser Ziel ist es, mit smarten Lösungen große Wirkung erzielen‘ und das gelingt uns auch,“ sagt Aagten. Mit Eplan Electric P8 erstellen die Elektrokonstrukteure – meist auf der Basis von Step-Daten, die der Kunde bereitstellt – allpolige und auch einpolige Schaltpläne. Dabei nutzen sie das Data Portal und auch im eigenen Hause entwickelte Standards und Makros. Die 3D-Schaltschrankplanung erfolgt ebenso auf der Basis von Eplan Pro Panel wie das Routing, die Bündelung und die Konfektionierung der Leitungen. Und wenn das Engineering abgeschlossen wird, werden die Eplan-Daten weiter genutzt. Elektrokonstrukteur Kevin Korte: „Den fertigen Schaltplan laden wir über eView in die Eplan Cloud. Die Kollegen in der Werkstatt arbeiten auf dieser Basis, und dank Red- und Greenlining können alle Beteiligten immer auf den jeweils aktuellen Datenstand zugreifen.“
Werkstatt:
Automation von Anfang an

















