Single- und Dual-Systeme

Fronius bietet zwei vollständig eingehauste Cobot-Schweißzellen für den Ein- und Zwei-Stationen-Betrieb an. Beide Systeme verfügen über die gleiche Schweißtechnik wie die mobile Lösung. Für das Schweißen von Bauteilen mit einer Länge von bis zu 3m ist die Zwei-Stationen-Lösung CWC-D geeignet. Die kompakte CWC-S wurde speziell für Komponenten entwickelt, die nicht breiter als 1,5m sind. Sowohl für das Single-System als auch für das Dual-System sind Dreh- und Dreh/Kipp-Positionierer zum Rundnahtschweißen von zylindrischen Bauteilen erhältlich. Der Dreh-Positionierer ist optional mit einem Reitstock auf Längsachse verfügbar. Mit der Software-Option Coordinated Motion, die für alle Positionierer erhältlich ist, lassen sich Schweißbrenner und Positionierer synchron bewegen.

Cobots und Schweißroboter verschmelzen

Die voll eingehausten Fronius-Cobot-Schweißsysteme erlauben einen nahtlosen Wechsel vom Cobot- in den Robot-Modus. In diesem Modus werden die Kraft/Drehmoment-Überwachung und die Geschwindigkeitsbegrenzung von 250mm/s deaktiviert, wodurch Geschwindigkeiten von bis zu 2m/s erreicht werden können. Programmiert man mit der Robotersteuerung iPendant, sind im Robot-Modus nicht nur hohe Gelenkarmgeschwindigkeiten, sondern auch komplexere Bewegungsabläufe und die Ansteuerung von Vorrichtungen realisierbar. Cobots bieten einen einfachen Einstieg in die Welt der Automatisierung. Sie ermöglichen es, die Funktionsweise von Robotern durch händisches Teachen zu verstehen und die R-Kinematik zu erlernen, ohne ein hohes Verletzungsrisiko einzugehen. Schweißfachkräfte profitieren von einem besseren Verständnis der kinematischen Abläufe, was besonders beim späteren Einstieg ins Roboterschweißen von Vorteil ist.

Offline-Programmierung und Safety

Mit der Offline-Programmiersoftware Pathfinder können Schweißabläufe unabhängig von der Cobot-Schweißanlage erstellt werden, ohne die laufende Produktion durch Stopps zu unterbrechen. Im Gegensatz zum manuellen Teachen ermöglicht die Software das Kopieren und Spiegeln von Schweißnähten, das Erstellen von Suchfahrten und die Simulation komplexer Bewegungsabläufe. Sobald ein Programm fertiggestellt ist, wird es auf die Schweißzelle übertragen und bei Bedarf manuell angepasst. Darüber hinaus hat Fronius in Zusammenarbeit mit einem externen Sicherheitsprüfer eine Reihe Sicherheitstests durchgeführt. Hier wurde unter anderem erfolglos versucht, Handschuhe mit einem Draht zu durchstechen. Die Aufprallkraft der Gasdüse und der Kanten des Brennerhalters wurden ebenfalls gemessen und lagen sicher innerhalb der festgelegten Grenzen. Besonders hervorzuheben ist, dass die wassergekühlten Brenner binnen Sekunden handwarm sind, wodurch das Risiko von Verbrennungen verringert wird.

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