Regulierung wird zum Treiber belastbarer Sicherheitsarchitekturen. Der Cyber Resilience Act knüpft die CE-Kennzeichnung für Produkte mit digitalen Elementen an neue Sicherheitsanforderungen und macht Security-by-Design, nachvollziehbare Dokumentation und Schwachstellenmanagement zu Kosten- und Wettbewerbsfaktoren. Viele Anbieter investieren deshalb in Compliance- und Security-Prozesse. Auch die EU-Maschinenverordnung 2023/1230, die ab 2027 die Maschinenrichtlinie ersetzt, stellt digitale Risiken stärker in den Fokus und verlangt, Cybersecurity früher in Konstruktion, Risikobeurteilung und technische Dokumentation einzubeziehen.
In den Netzwerken rückt Ethernet weiter ins Feld. Single Pair Ethernet und Advanced Physical Layer (APL) ermöglichen Ethernet-basierte Kommunikation bis in die Feldebene und erleichtern Migrationen von seriellen Feldbussen, insbesondere dort, wo zusätzliche Datenpunkte für Zustandsüberwachung oder Prozessqualität gebraucht werden. Time Sensitive Networking (TSN) kann helfen, zeitkritische und nicht zeitkritische Anwendungen auf einem Netz zu konsolidieren, ohne Determinismus zu verlieren.

Fazit
Der Blick zurück zeigt: Viele Entwicklungen haben sich bestätigt, aber langsamer und weniger geradlinig als erwartet. Weder einzelne Technologien noch isolierte Sicherheitsmaßnahmen sind heute entscheidend. Ausschlaggebend ist, wie gut es gelingt, Vernetzung, OT-Sicherheit und regulatorische Anforderungen zusammenzuführen und in belastbare Betriebsmodelle zu überführen.


















