Intelligente KNX-Steuerung mit Struktur

Zentrale Türkommunikation mit Control 12, Reolink-Kamera und Gira-Türsprechstelle.
Zentrale Türkommunikation mit Control 12, Reolink-Kamera und Gira-Türsprechstelle.Bild: Peaknx GmbH

Der Neubau auf dem großen Doppelgrundstück mit Terrasse und Pool besteht aus einem 200m² großen, ebenerdigen Wohnhaus, einem Outdoor-Küchenbereich sowie einer auf das Wohnhaus aufgebauten 75m² Einliegerwohnung. Der Bau dauerte etwa eineinhalb Jahre, der Einzug der Familie erfolgte 2025. Das KNX-Projekt war umfangreich und wurde schrittweise um die gewünschten Funktionen ergänzt. Im gesamten Gebäude, also im Wohnhaus und in der Einliegerwohnung, sind die Beleuchtung, die Beschattung sowie die komplette Regelung bzw. die Stellantriebe der Fußbodenheizung über das smarte KNX-Touchpanel steuerbar. Das Panel ist zentral an einer Trennwand zwischen Küchen- und Flurbereich angebracht. Zusätzlich verfügt jeder Raum über einen 4-Tastsensor von Gira, mit dem sich die Hauptbeleuchtung und die Beschattung ebenfalls steuern lassen. Diese Kombination sorgt für ein aufgeräumtes, elegantes Raumdesign. Ein Schwerpunkt lag auf der klaren und übersichtlichen Gestaltung der Bedienoberfläche des Panels: Mithilfe der Youvi-Visualisierung erhalten Nutzerinnen und Nutzer einen Überblick über alle Räume. Funktionen wie ‚Lichter aus‘, ‚Lichter an‘ oder ‚Beschattung runter‘ ermöglichen eine intuitive Bedienung, die auch für weniger Technikaffine geeignet ist. „Die Kunden wollten ein sauberes, aufgeräumtes Bedienkonzept ohne viele Schalter an den Wänden. Das ist uns gelungen. Sie steuern fast alles ganz einfach, zentral und zuverlässig über das Touchpanel“, so Systemintegrator Scholz.

Effiziente DALI-Lichtsteuerung ohne separates Logikmodul

Insgesamt verfügen das Haupthaus und die Einliegerwohnung über mehr als 100 KNX-Datenpunkte und rund 120 Leuchten, von denen etwa 80 Prozent über DALI dimmbar sind. Das gesamte Lichtkonzept, bestehend aus Wand- und Deckenleuchten sowie diversen LED-Stripes in Wänden, Fußböden, der Garderobe und im Außenbereich, wird direkt über das Touchpanel gesteuert. Großer Wert wurde auf das Konzept der Außenbeleuchtung gelegt. Stelen im Garten, Wandleuchten, die Hausnummer und eine rund zwei Meter hohe Halbmond-Skulptur werden bei Einbruch der Dämmerung automatisch eingeschaltet und um Mitternacht wieder deaktiviert. Dank der Unterstützung durch Peaknx funktionieren diese Automationen komplett ohne separates Logikmodul. Dies wird durch die Kombination aus einem MDT-Schaltaktor AKS und den in den jeweiligen Youvi-Widgets hinterlegten Timern für die Ein- und Ausschaltzeit ermöglicht. Die Einschalt- und Ausschaltzeiten werden in der Visualisierung definiert, während die Schwellwerte in der KNX-Applikation hinterlegt sind. So entsteht eine reduzierte, aber flexible Lösung, die ohne zusätzliche Programmierlogik auskommt. Ein Vorteil von Youvi und ein Ansatz, den der Scholz künftig standardmäßig bei seinen Projekten einsetzen möchte.

Integration der PV-Anlage und Energie-Monitoring

Nach dem Einzug wurde die Photovoltaikanlage mit Wechselrichter und Batteriespeicher nachträglich direkt über die Peaknx-Fronius-Bridge in Youvi eingebunden. Die Einrichtung einschließlich der Eingabe der IP-Adresse des Wechselrichters und der Freigabe über die Fronius-Weboberfläche verlief reibungslos. Mithilfe des Energie-Monitoring-Widgets können Erzeugung, Verbrauch und Ladezustand nahezu in Echtzeit dargestellt werden. Auch die Einrichtung dieser Schnittstelle gelang nach kurzer Remote-Unterstützung durch den Support . Die Integration funktioniert auf IP-Basis und erfordert keine zusätzliche Hardware-Logik.

Haus und Grundstück im Blick

Ein weiterer wichtiger Aspekt bei ihrem Neubauprojekt war für die Bewohner neben dem Komfort und der intuitiven Bedienbarkeit der smarten Steuerungen die Sicherheit. Rund um das Gebäude sind über das Kamera-Modul insgesamt sieben Außenkameras installiert, die das Haus, den Garten und die Garagenbereiche überwachen. Die Aufnahmen werden zentral und übersichtlich über Youvi visualisiert. Die Türkommunikation erfolgt mit Audio- und Türöffnerfunktion über eine Gira-Türsprechstelle, die über das Türstationsmodul angebunden ist. Da der Video-Stream bei Anlagen von Gira nicht von externen Anwendungen abgerufen werden kann, wurde eine separate IP-Netzwerkkamera von Reolink eingebunden. Die Kamera sendet die Livebilder des Eingangsbereichs an das Controlmini, so dass die Bewohner sehen können, wer vor der Tür steht.

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