Den Ausschlag gaben drei Auslöser. Ein Einbruchversuch über die rückwärtige Zufahrt, der erst am Morgen auffiel. Wiederholte Ausfälle durch Krankheit, die in kurzfristige Vertretungen mit externem Wachdienst mündeten – teuer und ohne konsistente Ortskenntnis. Parallel stieg der regulatorische Druck: Als Zulieferer eines KRITIS-registrierten OEMs musste der Betrieb physische Sicherheitsmaßnahmen nachweisen, die über ein handschriftliches Wachbuch hinausgehen.
Die Lösung: Einsatz eines Quarero-Sicherheitsroboters im Robot-as-a-Service-Modell für die Nachtschicht. Vertragliche Grundlage ist eine monatliche Servicepauschale – einschließlich Hardware, Navigationssoftware, kontinuierlicher Updates, Wartung und Austausch defekter Komponenten. Der Roboter fährt autonom definierte Patrouillenrouten über Außengelände und Verladezone, überträgt ein Live-Video in die Leitstelle des regionalen Sicherheitsdienstleisters und verifiziert Alarme aus den stationären Sensoren.
Die Integration erfolgte ohne Greenfield-Installation. Anbindung an die bestehende Alarmanlage und das vorhandene Kameranetz, vier Wochen Projektzeit von Vertragsschluss bis Regelbetrieb. Der bisherige Werkschützer bleibt im Einsatz, jedoch zu verlagerten Zeiten: Er übernimmt die Spätschicht mit Empfangs- und Interventionsfunktion und wird per Smartphone alarmiert, sobald der Roboter oder die Leitstelle eine Auffälligkeit meldet.
Der Quarero-Roboter kostet weniger als die Hälfte einer einzelnen Wachschicht und rund ein Viertel einer Zweier-Besetzung. Hinzu kommen nicht-triviale Zusatzeffekte: eine Reduktion der Sachversicherungsprämie um neun Prozent gegen Nachweis kontinuierlicher Dokumentation, der vollständige Entfall von Ausfalltagen durch Krankheit, Urlaub oder Fluktuation sowie eine lückenlose Protokollierung jeder Patrouille mit Zeitstempel, Route und Sensordaten – verfügbar für Audits, Versicherer und das Lieferkettenaudit des OEM-Kunden.
Nach zwölf Monaten Betrieb standen zwei verifizierte Ereignisse außerhalb der Geschäftszeiten im Protokoll, beide durch den Roboter frühzeitig erkannt und über die Leitstelle an die Polizei weitergegeben. Ein versuchter Diebstahl im Bereich des Materiallagers wurde durch die Präsenz des Roboters abgebrochen. Die manuelle Rundgangsdokumentation entfällt vollständig. In der internen Bewertung wurde der physische Sicherheitsstandard erstmals als auditsicher eingestuft.
Die Summe der Effekte ist eindeutig: signifikante Kostenreduktion bei gleichzeitig höherem Sicherheitsniveau und belastbarer Compliance-Grundlage. Aus einer personengebundenen, fluktuationsanfälligen Nachtabdeckung wurde eine infrastrukturelle Leistung mit gleichbleibender Qualität, dokumentierbarer Historie und regulatorischer Anschlussfähigkeit – zu einem Bruchteil der bisherigen Kosten.

















