HARTING überträgt das Push-Pull-Verriegelungsprinzip auf den klassischen D‑Sub-Steckverbinder und modernisiert damit eine in der Automatisierung weiterhin weit verbreitete, normierte Schnittstelle. Ziel ist eine anwenderfreundliche, prozesssichere Verbindung, die ohne Werkzeug auskommt, Montagezeiten reduziert und durch ein spür- bzw. hörbares Klicksignal die korrekte Verriegelung bestätigt – statt Schrauben und definierten Drehmomenten.
Technisch basiert die Lösung auf einem Federmechanismus, der über spezielle Verriegelungsbolzen einrastet; zum Lösen wird das Gehäuse zurückgezogen. Diese Bolzen ermöglichen auch die Nachrüstung bestehender Geräteanschlüsse (Upgrade-Pins statt Schraubbolzen) ohne Änderungen am Gerätedesign; Varianten decken unterschiedliche Einbausituationen (z. B. Front-/Rückwandmontage, Panelstärken) ab. Optional unterstützen Kodierrahmen bis zu 36 mechanisch unterscheidbare Steckpositionen und senken das Risiko von Fehlsteckungen. Zusätzlich wurden Konfektionierung (Gehäuse verrasten ohne Deckelschrauben, interne/optionale externe Kabelklemme) und Verpackung (weniger Kunststoff, bessere Zugänglichkeit) überarbeitet.
Zum Marktstart gibt es Kunststoff- und metallisierte Kunststoffgehäuse in den Größen 1–3 (9-, 15-, 25-polig), kombinierbar u. a. mit High-Density- und Mixed-Varianten. Insgesamt позиtioniert HARTING die Lösung als rückwärtskompatible Erweiterung, die D‑Sub in typischen Anwendungen wie Profibus, RS‑232 oder CAN sowie darüber hinaus schneller und einheitlicher handhabbar macht und ein konsistentes Verriegelungskonzept über verschiedene Steckverbinderfamilien unterstützt.
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Synergieeffekte
In industriellen Anwendungen kommen unterschiedliche Steckverbinderarten nebeneinander zum Einsatz. Da Harting sowohl im Bereich der Push-Pull-Technik als auch bei D-Sub-Steckverbindern über langjährige Erfahrung verfügt, ergeben sich daraus Schnittpunkte für zukünftige Produkt- und Geräteentwicklungen. Mit der Einführung der Push-Pull-Verriegelung für D-Sub fügt das Unternehmen eine weitere Option in ein etabliertes Schnittstellenformat ein. Die Weiterentwicklung zeigt, wie bestehende Standards an aktuelle Anforderungen angepasst werden können und liefert zugleich Ansatzpunkte für ein einheitliches Verriegelungskonzept über verschiedene Steckverbinderfamilien hinweg.
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