Der Temperatur-Sensor der Melder erfasst zugleich die Temperatur im Reflektionsbereich, also z.B. in Schreibtischhöhe. So misst er exakt den Temperaturwert, den Personen dort wahrnehmen. Auf Grundlage dieses Wertes wird die Raumtemperatur mithilfe der Klimadecken flexibel angepasst. „Wenn Menschen den Raum oder Arbeitsbereich betreten, erhöht sich die Temperatur automatisch auf komfortable 21 Grad“, erklärt Vertragsmanager Joran Lise, verantwortlich für Instandhaltung der Gebäudetechnik von Booking.com. Sind die Arbeitsplätze wieder unbesetzt, wird die Temperatur energieeffizient wieder gesenkt.
Die primäre Temperaturregelung im Gebäude erfolgt über die Lüftung, deren Auslässe in den Fußboden eingebettet sind. „Warm-, Kalt- und Lüftungsluft werden über fünf Schachtkerne im gesamten Gebäude verteilt“, so Lise. Damit auch die Frischluftzufuhr in den Arbeitsbereichen energieeffizient arbeitet und stets nur so viel Energie verbraucht, wie es aktuelle Bedarf erfordert, ließen die Verantwortlichen mit der Variante ATMO O an ausgewählten Positionen zusätzlich die höchste Ausbaustufe der Präsenzmelder installieren.
Automatische Reduzierung von VOC
Die Variante ATMO O besitzt noch zwei weitere Sensoren: Zur Messung der Luftfeuchtigkeit und zur Messung der Luftgüte. Der Luftgütesensor erfasst sogenannte flüchtige organische Verbindungen (im Englischen: volatile organic compounds, kurz VOCs). Dazu zählen Ausdünstungen etwa aus Baustoffen, Teppichen und Reinigungsmitteln, aber auch durch Lebensmittel und Menschen. VOCs sind der wichtigste Grund, ein Gebäude zu lüften. Denn in zu hoher Konzentration können sich diese negativ auf die Gemütslage auswirken und zu Kopfschmerzen, Augenreizungen und Müdigkeit führen.
Um das Raumklima stets auf optimalem Niveau zu halten, steuern die ATMO-O-Präsenzmelder entsprechend die Lüftung. Überschreitet der VOC-Anteil in der Luft die vorgegebenen Grenzwerte, wird die Frischluftzufuhr entsprechend verstärkt und anschließend energieeffizient wieder gesenkt. Dabei ergibt sich außerdem ein klassischer Mitnahmeeffekt: Denn befinden sich Menschen im Raum, steigt mit dem VOC-Anteil in ähnlichem Maße auch der CO2-Gehalt in der Luft – den die Lüftung beim Überschreiten eines bestimmten VOC-Grenzwerts natürlich ebenfalls automatisch senkt.
Optimale, BREEAM-zertifizierte
Arbeitsbedingungen
Die Mitarbeitenden bei Booking.com profitieren so im gesamten Gebäude von optimalen Lichtverhältnissen und einem idealen Raumklima und das bei einer gleichzeitig energieeffizienten Umsetzung. Das Klimamanagement sei grundsätzlich keine einfache Angelegenheit, sagt Joran Lise. Schließlich arbeiten bei Booking.com Menschen aus aller Welt. Und abhängig davon, aus welchem Teil derselben jemand kommt, können 21 Grad ganz unterschiedlich empfunden werden. „Bei insgesamt etwa 10.000 bis 12.000 Menschen, die jede Woche in dem Gebäude ein- und ausgehen, erhalten wir weniger als drei bis fünf Beschwerden über Temperatur und Raumklima pro Monat. Das ist wirklich extrem wenig, deshalb sind wir sehr zufrieden.“
Das Schaffen einer Arbeitsumgebung, die für die Mitarbeitenden sozial, körperlich und geistig gesund ist, war von Anfang an ein zentrales Ziel des Gebäudekonzepts. „Wenn man für Menschen ein attraktiver Arbeitgeber sein will, muss man schließlich auch entsprechende Bedingungen schaffen“, so Lise. Um die Nachhaltigkeit von unabhängiger Seite bestätigen zu lassen, ließ Booking.com das Gebäude außerdem nach der BREEAM-Methode bewerten, dem weltweit führenden Zertifizierungssystem für nachhaltiges Bauen. Das Ergebnis: ‚Exzellent‘.













