„Verbaut sind doppeltgelagerte Achsen und großdimensionierte Hochpräzisionsgetriebe“, beschreibt Ratajczak. Zum Einsatz kommt die Siemens-Sinumerik-One-Steuerung. Über die Option Run MyRobot/Machining lässt sich der Roboter wie eine klassische CNC-Fräsmaschine über G-Code programmieren. Die Mechanik ist dabei so konzipiert, dass sie sehr geringe Störkonturen aufweist und eine hohe Kollisionssicherheit bietet. Die Fräsparameter bleiben unabhängig von der Position der Roboterpose konstant. Damit sind Betreiber sehr flexibel – ein Umspannen ist nicht notwendig. Müssen Fertiger sehr lange Bauteile bearbeiten, können sie die Lösung auf eine Linearachse als siebte Achse montieren. Das ermöglicht Bearbeitungslängen von 10m und mehr. „Im Vergleich zu klassischen Werkzeugmaschinen ist die Roboterlösung deutlich ortsflexibler, kompakter und wirtschaftlicher – besonders bei sehr großen Strukturen oder in beengten Fertigungsumgebungen“, betont Ilch.

Durch die vollständig in die CNC-Steuerung integrierte Fräsrobotermechanik wird es möglich, dass der Roboter nicht mehr nur Handhabungsaufgaben übernimmt. Vielmehr kann er vorbereitende, wertschöpfende Bearbeitungsschritte wie das Schruppen direkt aus der Werkzeugmaschine übernehmen und reduziert so die teure Maschinenlaufzeit. Gleichzeitig steigen die Effizienz, Flexibilität und Wertschöpfung der gesamten Fertigung. Die enge Verzahnung von Robotermechanik und CNC-Steuerung eröffnet neue Möglichkeiten in der automatisierten Bearbeitung.

Aufeinander abgestimmt

Mit der TruBend Cell 7000 und der CNC-fähigen Fräsrobotik zeigt sich, wie präzise abgestimmte Mechaniklösungen die Grenzen klassischer Automatisierung verschieben. Ob hochproduktives Biegen kleinster Blechteile oder die anspruchsvolle Bearbeitung vergüteter Stähle – die enge Zusammenarbeit von Autonox mit Partnern wie Trumpf und Siemens sowie die konsequente Weiterentwicklung eigener Technologien ermöglichen Lösungen, die nicht nur technisch überzeugen, sondern auch wirtschaftlich neue Maßstäbe setzen. So entstehen hochflexible, robuste und benutzerfreundliche Systeme, die sich nahtlos in moderne Fertigungsumgebungen integrieren lassen und den Weg für die nächste Generation industrieller Automatisierung ebnen.

Autonox setzt auf Steuerungsunabhängigkeit mit einer klar definierten mechanischen Schnittstelle. Die breite Palette an Mechaniken von zwei bis sechs Achsen und 0,5 bis 850kg Traglast erlaubt applikationsgerechte Lösungen ohne Plattformzwang. Digitale Tools wie der Autonox Finder und Simulator beschleunigen Auswahl, Maschinendesign und virtuelle Inbetriebnahme.

„Uns ist noch etwas besonders wichtig“, sagt Ilch. „Wir setzen gezielt auf Fertiger und Lieferanten aus der Region – konkret aus dem Schwarzwald. Damit schaffen wir kurze Abstimmungswege, sichern eine hohe Qualität Made in Germany und leisten gleichzeitig einen Beitrag zu nachhaltigem Sourcing durch reduzierte Transportwege. Das ist ein echter Mehrwert für unsere Kunden.“

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