Kollmorgen und IFM haben eine gemeinsame, kamerabasierte Lösung für intelligentes Palettenhandling in der Intralogistik entwickelt. Sie kombiniert Kollmorgens Automatisierungsplattform für AGVs/AMRs (inklusive Fahrzeugsoftware, Inbetriebnahme-Tools und Flottenmanagement) mit IFMs 3D-Kamerasensorik und Pallet Detection System (PDS), um Paletten auch in gemischten Mensch-Roboter-Zonen zuverlässig zu erkennen und aufzunehmen.
Zentrales Problem: In vielen Lagern werden Paletten von Menschen nicht millimetergenau abgestellt – starre Abstellfelder, verschlissene Markierungen oder variierende Winkel führen bei fahrerlosen Fahrzeugen zu Stillständen und manueller Nacharbeit. Die Lösung schließt die Lücke zwischen menschlicher Flexibilität und der nötigen Fahrzeugpräzision.
Kernfunktion ist Dynamic Load Docking: Das Fahrzeug nimmt ein 3D-Bild auf, bestimmt Position, Ausrichtung und Abmessungen der Palette und berechnet daraus eine individuelle Trajektorie zur sicheren Aufnahme/Abgabe – auch bei leichten Bewegungen. Die Integration ist laut Beitrag unkompliziert (Kamera montieren, anschließen, kalibrieren, Feintuning).
Technische Basis ist die IFM-Kamerasensorplattform O3R mit integrierter Video Processing Unit (VPU): Sie kann bis zu sechs 2D/3D-Kameraköpfe synchronisieren (360°-Erfassung) und erkennt Standardpaletten robust auch bei schwierigen Licht- und Bewegungsbedingungen. Dank Docker-Architektur und Unterstützung u. a. von Python, C++/CUDA und ROS lässt sich das System flexibel in bestehende AGV-Steuerungen einbinden.
Nutzen für Betreiber: mehr Flexibilität beim Abstellen, weniger Blockaden und manuelle Eingriffe, kürzere Zykluszeiten und höhere Durchsätze bei gleichbleibender Sicherheit – zudem bleibt die Flotte durch die offene Plattform skalierbar und erweiterbar.
* Diese Inhalte wurden mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt und können Fehler enthalten.
Mehr Flexibilität, weniger Stillstand
Mit der kamerabasierten Lastaufnahme verschiebt sich der Fokus weg von starren Regeln hin zu robusten, situationsadaptiven Prozessen. Der größte Hebel ist Flexibilität: Paletten müssen nicht mehr in festen Feldern abgestellt werden. Das reduziert Nacharbeit und verkürzt Zykluszeiten in gemischten Zonen, in denen Menschen und Fahrzeuge zusammenarbeiten. Für Betreiber bedeutet das: weniger Blockaden, weniger manuelle Eingriffe, höhere Durchsätze – bei gleichbleibender Sicherheit. Neben dem Prozessnutzen überzeugt die Lösung auch in der Praxis durch eine einfache und schnelle Installation.
Ein weiterer Vorteil entsteht durch die Offenheit der Kollmorgen-Plattform: „Die Zusammenarbeit mit IFM zeigt, wie anpassbar und skalierbar unsere Lösung ist – im Prinzip lässt sich alles in die Plattform integrieren“, erklärt Per Hansson, Partner Channel Coordinator bei Kollmorgen AMS. Für Anwender resultiert daraus Technologie-Souveränität: Die Flotte bleibt erweiterbar, neue Funktionen können stufenweise ergänzt werden. So entsteht aus Sensorintelligenz und Flottenkompetenz ein praxisnahes Gesamtpaket mit spürbarem Mehrwert im Alltag der Intralogistik.
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