
Vertreterinnen und Vertreter aus Industrie, Forschung und internationalen Robotikverbänden gaben Einblicke in konkrete Praxisbeispiele und diskutierten die nächsten Entwicklungsschritte der humanoiden Robotik. Im Mittelpunkt standen Einsatzmöglichkeiten in Logistik, Produktion und Serviceumgebungen. Die Beiträge zeigten, unter welchen Voraussetzungen humanoide Roboter heute bereits einen praktischen Mehrwert schaffen können und welche Anforderungen an ihre Integration in industrielle Prozesse bestehen.
Internationale Panels ergänzten die Praxisberichte um Perspektiven auf die Marktentwicklung. Dabei wurde deutlich: Die humanoide Robotik entwickelt sich dynamisch und wird zunehmend von unterschiedlichen technologischen, wirtschaftlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen geprägt. Hier ist es für Unternehmen und Einrichtungen jetzt besonders wichtig, am Ball zu bleiben. Was heute technologische oder regulatorische Schwierigkeiten bereitet, kann sich in zwei Monaten schon wieder völlig verändert haben. So bietet z.B. die Teleoperation eine Zwischenlösung in Richtung autonome Robotik und es zeichnet sich ab, dass ‚Teilhumanoide‘ auf Rädern statt auf Beinen voraussichtlich die ersten sein werden, die den Weg in die Anwendung schaffen, z.B. in der Logistik.
Der direkte Austausch zwischen europäischen und chinesischen Expertinnen und Experten eröffnete neue Einblicke in aktuelle Trends, Geschäftsmodelle und Kooperationsmöglichkeiten. Die Shenzhen Robotics Association stand auch im Rahmen der Vision für weitere Gespräche zur Verfügung.
Die Vortragsreihe bot damit Orientierung in einem Technologiefeld, das sich mit hoher Geschwindigkeit weiterentwickelt. Für Unternehmen und Forschungseinrichtungen wurde sichtbar, wo bereits belastbare Anwendungserfahrungen vorliegen, welche Technologien den nächsten Entwicklungsschritt ermöglichen und in welchen Bereichen noch Forschungs- und Entwicklungsbedarf besteht.

Bild: Landesmesse Stuttgart GmbH & Co. KG 
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Bild: Landesmesse Stuttgart GmbH & Co. KG
Zugang zum chinesischen Robotik- und KI-Markt
Im Umfeld der Vision informierte die Messe Stuttgart zudem über internationale Wachstumschancen im chinesischen Robotik- und KI-Markt. Die gemeinsam von der Messe Stuttgart und der Shenzhen Robotics Association organisierte Fair Plus zählt mit zuletzt 400 ausstellenden Unternehmen und 60.000 Besucherinnen und Besuchern zu den größten Fachmessen für Robotik und künstliche Intelligenz in China. Sie bildet die gesamte Wertschöpfungskette ab – von Robotik und KI über Komponenten und Systeme bis hin zu industriellen Anwendungen. Die nächste Fair Plus findet vom 21. bis 23. April 2027 in Shenzhen statt. Interessierte Unternehmen können sich unter fairplus.cn über die Beteiligungsmöglichkeiten informieren. Besonders relevant für deutsche Unternehmen ist der erste deutsche Gemeinschaftsstand des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE). Über den German Pavilion können sich Unternehmen über Fördermöglichkeiten informieren und ihre Aktivitäten für den gezielten Markteintritt in China vorbereiten: www.german-pavilion.com













