
In Rechenzentren und anderen kritischen Infrastrukturen werden physische Zutritte und technische Betriebszustände häufig in getrennten Systemen erfasst. Zwar lässt sich nachvollziehen, wer einen Serverschrank geöffnet hat oder wann ein Alarm ausgelöst wurde. Ob beide Ereignisse zusammenhängen, muss jedoch oft anhand unterschiedlicher Protokolle rekonstruiert werden. Angesichts steigender Anforderungen an die Nachvollziehbarkeit und Dokumentation, etwa durch das KRITIS-Dachgesetz und die europäische Verordnung DORA, gewinnt eine übergreifende Betrachtung an Bedeutung. Hier setzt die Partnerschaft von Copa-Data und GridConnect Solutions an. Der Integrator verbindet die rackbasierte Zutrittskontrolle TANlock 3 mit der Zenon-Siem-Lösung. Dadurch lassen sich Informationen zur Authentifizierung, zum Zeitpunkt des Zugriffs und zum betroffenen Rack mit nachfolgenden technischen Ereignissen verknüpfen. Betreiber können so besser beurteilen, ob eine Zustandsänderung nach einem Zugriff erwartet und autorisiert war. Auffälligkeiten werden über ein zentrales Alarm- und Ereignismanagement sichtbar und dokumentierbar.

Zutrittskontrolle und Monitoring vernetzt
TANlock 3 übernimmt die Authentifizierung direkt am Serverschrank und erfasst dessen Öffnung sowie angebundene Sensorsignale. Zenon SIEM führt diese Daten mit technischen Zustands- und Alarminformationen zusammen. Zentrale Dashboards ermöglichen die Visualisierung, Historisierung und Korrelation der Ereignisse. GridConnect Solutions verantwortet dabei die Integration einschließlich Architektur, Engineering, Installation, Parametrierung, Inbetriebnahme und Services. Die Lösung richtet sich insbesondere an Betreiber von Rechenzentren, Energieversorgungsanlagen sowie kritischen Netzwerk-, Leit- und OT-Infrastrukturen. Sowohl einzelne Standorte als auch verteilte Anlagen und Campus-Strukturen lassen sich in ein übergreifendes Monitoring einbinden.
Der Ansatz ist jedoch nicht auf Serverracks beschränkt. Auch Technik- und Schaltschränke im industriellen Shopfloor können in die zentrale Überwachung und Dokumentation integriert werden. Welche Komponenten und Signale sich konkret anbinden lassen, hängt von der eingesetzten Hardware, den verfügbaren Schnittstellen und der jeweiligen Projektkonfiguration ab.














