Es besteht aus vier Schichten:
- Data/Shopfloor: Hier sind alle Datenlieferanten angesiedelt, z.B. Sensoren zur Temperaturüberwachung, Anlagen für die Reinigungszyklen oder Systeme zur Chargenrückverfolgung. Es können auch Aggregationsplattformen sein, wie Systeme auf IIoT-Basis.
- Integration: Sollen Daten verarbeitet, verteilt oder analysiert werden, sorgt die Integrationsplattform dafür, dass jeder die benötigten und für ihn autorisierten Daten bekommt.
- Applications: Jede Art von Anwendung der Produktions-IT, etwa Rezepturmanagement, Chargenverfolgung oder Produktionsplanung, ist auf dieser Schicht zu Hause.
- User Groups: Die einzelnen Benutzergruppen, vom Anlagenbediener über die Qualitätssicherung bis zur Betriebsleitung, sind der obersten Schicht zugeordnet und können auf die ihnen zugewiesenen Daten zugreifen.
Alle Schichten bestehen aus einem flexiblen Wabenkonstrukt, das die einzelnen Bestandteile der Lage enthält. Dabei werden je nach Schicht unterschiedliche Arten von Bestandteilen zusammengefasst.
Datenerfassung und
-verarbeitung neu gedacht
Nach der Betrachtungsweise des Smart Factory Hive ändert sich das Praxisbeispiel vom Anfang an verschiedenen Stellen: Die ersten Laster liefern frische Milch in die Molkerei, die Maschinen in der Produktionshalle laufen und auf den Monitoren erscheinen die Echtzeitdaten der Rohstoffannahme sowie die Temperaturdaten für die Überwachung – bis hier her ist alles gleich. Um die Daten anzuzeigen, werden sie zwar im Shopfloor erfasst, nun aber an die Integrationsplattform MIP übergeben – im Smart Factory Hive-Modell, die Integrationsebene. Die Anwendungen auf der Applicationsebene beziehen ihre Informationen von der MIP und visualisieren sie auf den Displays.
Im Hintergrund laufen die Abfüllmaschinen an und der Schichtleiter (User Groups) prüft am Tablet, ob alle Anlagen bereit für den Produktionsstart sind. Mit einem Klick in die Produktions-IT setzt er den Produktionsauftrag für 20.000 Liter Frischmilch in Gang (Applications). Das System verteilt automatisch die Arbeitsanweisungen an die einzelnen Anlagen – über die Plattform (Integration). Sie steuert die Zuordnung der Chargen und koordiniert die zeitkritische Reinigung der Tanks zwischen den Produktionsschritten. Währenddessen werden Qualitätsdaten und Prozessparameter lückenlos erfasst (Data/Shopfloor) und zentral dokumentiert (Integration).
Dass alle Prozesse organisiert ablaufen, verantwortet im Smart Factory Hive-Modell die Integrationsplattform: Vom Wareneingang über die Verarbeitung bis hin zur Verpackung und Auslieferung greifen alle Abläufe ineinander und werden digital überwacht – ohne dass eine Vielzahl an Schnittstellen nötig ist.
Eine ähnliche Verkettung der Datenerfassung mit den daraus resultierenden Aktivitäten lässt sich für jede Art von Auftrag, Ereignis oder Unternehmen beschreiben. Der Ablauf ist immer identisch: Die erfassten Daten stehen in der Integrationsplattform jeder Anwendung zur Verfügung. Der Smart Factory Hive ebnet den Weg der Daten vom Shopfloor bis zum Anwender. Die kaum mehr sichtbare Hierarchie der einzelnen Anwendungen wird transparent. Der Anwender findet sich besser zurecht.

















