
SMS Group agiert weltweit als Maschinen- und Anlagenbauer für die Stahl- und Nichteisenmetallindustrie. Zum Jahresanfang 2023 bezog das Unternehmen seinen neuen Campus am Firmensitz in Mönchengladbach, der wie ein Zahnrad wirkt und das präzise Zusammenspiel von Maschinenelementen in einem Getriebe symbolisieren soll. Im Campus arbeiten rund 2.800 Mitarbeiter, die zuvor auf fünf Standorte in der Umgebung verteilt waren. Insgesamt stehen 14.300 Mitarbeitende an mehr als 100 Standorten weltweit im Einsatz, um Kunden in wichtigen Märkten der Stahl-, Aluminium- und Kupferindustrie zu bedienen. Im Jahr 2006 wurde beschlossen, den Standort Mönchengladbach auf den neusten Stand der Fertigungstechnik zu bringen. So wurde die kombinierte Fertigungs- und Montagehalle zur reinen Fertigungshalle umgebaut und moderne Bearbeitungszentren angeschafft. Im Jahr 2016 wurde eine Servicewerkstatt von stattlicher Größe hinzugefügt, um das Servicegeschäft neben dem OEM-Neuanlagengeschäft zu stärken.
Installation von Terminals
Derzeit führt SMS Group das größte Digitalisierungsprojekt ihrer Geschichte durch, mit dem Ziel, alle digitalisierbaren Prozesse medienbruchfrei zu unterstützen. „Im Rahmen dieses Transformationsprojekts wurden in den letzten vier Jahren alle Prozesse in Hinsicht auf eine Standardisierung der Schnittstellen analysiert – auch die im Shop-floor. Diese Initiative haben wir uns zunutze gemacht, um InfoPoint-Terminals von Coscom zu implementieren“, sagt Filipe Martins Ferreira, Head of Service Workshop bei SMS Group. Alle fertigungstechnischen Informationen, die für den operativen Arbeitsgang benötigt werden, lassen sich im Umfeld der CNC-Werkzeugmaschine an einem InfoPoint (SMED-Terminal) visualisieren. Ferreira betont, dass dadurch der Papierverbrauch erheblich gesenkt wurde. Die InfoPoints sind seit April 2024 in Betrieb und stehen in den neu eingerichteten Fertigungsinseln im Shopfloor. An bestimmten Hotspots sind zwei Bearbeitungszentren zusammengefasst, sodass verschiedene Arbeitsgänge an einem Ort durchgeführt werden können.
Werkzeug seltener suchen
Vorrichtungen mit fertig eingespannten Werkstücken können an den einzelnen Maschinen ausgetauscht werden, wobei der Wechsel zwischen Drehen sowie 3D- und 5D-Fräsen problemlos möglich ist. Ferreira zeigt sich zufrieden mit dem Layout und der installierten Coscom-Infrastruktur, denn bereits nach einem halben Jahr ist feststellbar, dass die Werkzeugsuchzeiten deutlich zurückgegangen sind. Die Visualisierung InfoPoint ist Teil der Coscom-Plattform. Die Plattform umfasst ToolDirector VM fürs Werkzeugdatenmanagement und damit verknüpft FactoryDirector VM, unter anderem für die Steuerung, Verwaltung und Verteilung der CAM-Programme sowie Postprozessor-Daten (als Bindeglied zwischen CAM und Maschinensteuerung).
Unerfahrene Mitarbeitende
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