Das System fungiert als intelligenter Hub: Alle Sicherheitsfunktionen wie Not-Halt, Türanforderung oder Quittierung werden lokal im Simplifier verarbeitet. Die Freigabe der OSSD-Signale an die Spritzgussmaschine erfolgt erst, wenn das System über das Netzwerk meldet, dass alle Türen geschlossen, zugehalten und quittiert sind. Ein zentraler Vorteil ist die einfache Integration des Pre-Reset-Tasters für den Hintertretschutz, der ohne Zusatzmodule direkt am Zugang eingebunden wird. Für die physische Absicherung kombiniert A. Raymond den Simplifier mit der Sicherheitszuhaltung tGard und dem RFID-Sensor Safix 3 an den Haupteingängen, während am Paletten-Puffer die Prozesszuhaltung HoldX RL 1 zum Einsatz kommt.

Minimierter Engineering-Aufwand in der Praxis

Die Programmierung der Logik erfolgt über den Simplifier Manager. Dank vorgefertigter Funktionsbausteine lassen sich selbst komplexe Verkettungen zwischen der Maschine und den verschiedenen Robotertypen ohne tiefgehende SPS-Kenntnisse konfigurieren. Da der Planungsaufwand für die Kabelwege durch die Wireless-Option nahezu entfällt, konnte die Anlage bei A. Raymond wesentlich schneller in Betrieb genommen werden als mit konventioneller Verdrahtung. Das modulare Aluminium-Schutzzaunsystem Flex-Line rundet das Gesamtpaket ab, wobei spezielle Selbst-Entnahme-Felder die Wartung der Linearachsen zusätzlich erleichtern.

Sicherheit wächst mit der Applikation

Für den Kunststoffverarbeiter entsteht somit eine skalierbare Sicherheitsarchitektur, die sich bei Bedarf um weitere Module oder Roboter erweitern lässt, ohne grundlegende Änderungen an der Sicherheitsanbindung der Spritzgussmaschine.

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