Cloudbasierte IoT-Lösungen können den Energieverbrauch in Zweckbauten deutlich transparenter machen und damit Einsparpotenziale sowie Kostenreduktionen ermöglichen. Im Gebäudebestand scheitert das jedoch oft an heterogener, über Jahrzehnte gewachsener Technik: unterschiedliche Automatisierungsgrade, viele Bussysteme/Protokolle und fehlende IoT-Fähigkeit – verschärft durch Fachkräftemangel. Gleichzeitig steigen der Druck durch EU- und deutsche Klimaziele sowie durch Investoren und Banken, die belastbare Energiedaten für die Bewertung von Immobilien verlangen.
Der Beitrag zeigt: Der erste Schritt zur Optimierung ist ein durchdachtes Mess- und Zählkonzept samt Energiemonitoring, das mehr leistet als Zählerstände – inklusive Auswertung, Visualisierung, Lastspitzen- und Effizienzanalysen. Damit IoT auch im Bestand funktioniert, braucht es einfach nachrüstbare Systeme, die viele Protokolle unterstützen und Daten sicher in die Cloud bringen. Diese Brücke schlagen Edge-Gateways (u. a. in Kombination mit LoRaWAN): Sie bündeln Daten aus verschiedenen Bussystemen, übertragen sie in die Cloud und ermöglichen herstellerunabhängige Integration. Als Beispiel wird Siemens Building X als offene Plattform sowie die Siemens ConnectBox genannt, die zahlreiche Protokolle verarbeitet, Daten via BACnet/Modbus/MQTT oder API bereitstellt und flexibel über LAN oder 4G betrieben werden kann.
Fazit: Edge-Gateways machen ältere Gebäudetechnik cloudfähig, schaffen Datentransparenz und ermöglichen so eine schnelle, kosteneffiziente Energie- und Kostenoptimierung im Bestand.
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