Apropos Sicherheit: Die Gefährdung durch Cyberangriffe steigt weiter und immer mehr Industrieunternehmen werden Opfer. Laut einer Studie im Auftrag des Digitalverbandes Bitkom waren 2024 74 Prozent der Unternehmen von Datendiebstahl betroffen. Im selben Jahr entstand der deutschen Wirtschaft durch Diebstahl, Industriespionage oder Sabotage ein Schaden von 266,6 Mrd. Euro – 2018/2019 waren es erst 103 Mrd. Euro. Eine weitere Zunahme von Cyberattacken wird erwartet, vor allem auf kritische Infrastrukturen. Das BSI mahnt deshalb eine erhöhte Resilienz gegenüber Cyberangriffen als eine Hauptaufgabe für die Wirtschaft an. Der rasante Anstieg an Cyberangriffen führt zu einem erhöhten Bedarf an vollständiger Sicherung und Schutz von Steuerungssystemen und der darin integrierten Komponenten. Die EU hat den Cyber Resilience Act (CRA) verabschiedet, um die Cybersicherheit von Produkten mit digitalen Komponenten zu verbessern. Hersteller von vernetzbaren Produkten müssen künftig nicht nur Betriebssicherheit gewährleisten, sondern auch Informationssicherheit.

Bei ABB Motion ist man gut für den CRA gerüstet, denn Cybersicherheit und hohe Sicherheitsstandards sind in den Aktivitäten des Unternehmens verankert. Frequenzumrichter und SPSen von ABB erfüllen mit Inkrafttreten des CRA im Jahr 2027 alle notwendigen Anforderungen, indem Vorschriften und die erforderlichen Sicherheitsstandards eingehalten werden.

Konnektivität, Einfachheit

und Cybersicherheit

In einer zunehmend vernetzten Industrie ist die Anlage nur so sicher wie ihr schwächstes Glied. Und gerade dort, wo niemand hinschaut, lauern oft die größten Risiken. Moderne Frequenzumrichter sind längst mehr als nur Antriebstechnik – sie sind digitale Knotenpunkte, die ebenso Angriffspunkte für Cyberangriffe sein können. Ein Beispiel für Cybersicherheit ‚Made by ABB‘ ist der Frequenzumrichter ACS380-E. Er hilft Maschinenbauern, die ab 2027 geltenden Maschinenrichtlinien zu erfüllen, indem er unter anderem die Einhaltung strenger Anforderungen hinsichtlich Cybersicherheit unterstützt.

Der flexibel integrierbare Frequenzumrichter wurde speziell für industrielle Maschinenanwendungen wie Verpackungssysteme, Förderbänder, Extrusionslinien und Mehrachsenmaschinen entwickelt. Er vereinfacht den Anwendern die Arbeit, indem er die Inbetriebnahme, Installation, Verdrahtung und Montage beschleunigt. Die standardmäßig integrierten beiden Ethernet-Ports und wählbaren Protokolle machen separate Feldbusoptionsmodule überflüssig und reduzieren die Komplexität und den Zeitaufwand für die Installation.

Der ACS380-E bietet eine robuste Cybersicherheit, die den Sicherheitsrichtlinien nach Security Level 2 gemäß IEC62443 entspricht. Ein Sicherheitsmerkmal des ACS380-E ist der sichere Start. Dabei überprüft die Laufwerkssteuereinheit die Integrität und Authentizität der Laufwerksfirmware mit einem sicheren Startmechanismus. Die Firmware ist digital signiert und wird gemäß den branchenüblichen Best Practises für Datensicherheit behandelt. Kann das Laufwerk die Firmware nicht authentifizieren, zeigt es einen dauerhaften Fehler an und startet nicht.

Für zusätzliche Sicherheit sorgt eine manipulationssichere Lieferkette. Alle Lieferanten müssen die ABB-Cybersicherheitsanforderungen für Lieferanten erfüllen und unter anderem ein umfassendes Cybersicherheits- und Datenschutzprogramm sowie einen Prozess zum Management von Risiken durch Dritte implementieren und Netzwerksicherheit gewährleisten.

Systemlösungen mit Mehrwert

Die Erwartungen an eine heutige Automatisierungslösung seitens der Industriekunden sind hoch. Sie soll zuverlässig, flexibel sowie energieeffizient bei einfacher Handhabung sein und ein gutes Preis-Leistungsverhältnis sowie Cybersicherheit aufweisen. Neben einer hohen Easiness sowie Leistungs- und Integrationsfähigkeit der Produkte sind ihre langfristige und rasche Verfügbarkeit, die Zukunftsfähigkeit und vor allem eine hohe Investitionssicherheit entscheidende Punkte.

Als einer der wenigen Systemlieferanten für Automatisierungstechnik bietet ABB Motion ihren Industriekunden ein Gesamtpaket an, das die komplette Antriebsachse beinhaltet und hoch leistungsfähige Lösungen von der Feldebene bis zur Bedien- und Steuerungsebene ermöglicht. Grundsätzlich hat man es dabei mit keinen getrennten Welten zu tun, sondern mit einem integrierten Gesamtpaket mit exzellent sich ergänzenden Produktplattformen.

Eine Systemlösung für eine Automatisierungsaufgabe ist dann besonders attraktiv, wenn zentrale Komponenten wie Motoren, Frequenzumrichter und Steuerungen aus einer Hand kommen. Moderne Komponenten der Automatisierungstechnik streben zwar einen hohen Kompatibilitätsgrad an, die Vorteile von einer Anlaufstelle für Kunden, einer Zuständigkeit in Fragen von Normung, Sicherheit, einheitlichen Standards in der Cybersicherheit usw. überwiegen aber und sind bei neu konzipierten Anlagen ebenso wie bei Bestandsanlagen entscheidende Kostenfaktoren. Der Kundennutzen erfährt einen Qualitätssprung, wenn auch solche Faktoren mit betrachtet werden.

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