Modellbasierte Lösungen steigern Effizienz

Im Kontext wachsender Anforderungen an Flexibilität und Produktivität rücken im Maschinen- und Anlagenbau durchgängige digitale Prozesse immer stärker in den Fokus. Statt isolierter 2D-Zeichnungen und getrennten Arbeitsschritten etablieren sich vollständige, simulationsfähige 3D-Modelle als Planungs-, Kommunikations- und Optimierungswerkzeug. Einen praxisnahen Einblick bietet Koch Industrieanlagen aus Derndorf. Als Anbieter maßgeschneiderter Automatisierungslösungen hat das Unternehmen bereits mehr als 600 Roboteranlagen realisiert. Um ebendiese zu entwickeln, nutzt der Robotikexperte die Product Design & Manufacturing Collection von Autodesk. Diese enthält erweiterte Funktionen für Inventor, AutoCAD und Autodesk Fusion, maßgeschneidert für Entwickler, die an komplexen Produkten, Geräten und Systemen arbeiten. Die Lösungen sorgen dafür, dass die Planung durchgängig und bereichsübergreifend in einer gemeinsamen digitalen Umgebung stattfindet – und dadurch nicht nur interdisziplinär, effizient und ressourcenoptimiert verläuft, sondern Fehler bereits in der Frühphase vermieden werden.

Durchgängige 3D-Modelle als Schlüssel

Wo früher 2D-Ableitungen und getrennte Arbeitsschritte dominierten, entstehen heute komplette, simulationsfähige 3D-Modelle der Fabriken, die nicht nur als Planungsgrundlage, sondern auch als Kommunikationsmittel mit Kunden und Partnern fungieren. Fehler, die in klassischen Prozessen erst in der Montagephase sichtbar wurden, lassen sich so bereits in der Planungsphase vermeiden. Entscheidend ist dabei die durchgängige Nutzung von digitalen Fabrikmodellen. Diese bilden nicht nur den physischen Aufbau exakt ab, sondern integrieren auch logische Funktionen, Bewegungsabläufe, Sicherheitsräume und Taktzeitvorgaben. Und: Sie bieten eine einheitliche Datenbasis, die alle Projektbeteiligten aus Konstruktion, Simulation und Automatisierung vom ersten Konzept bis zur virtuellen Inbetriebnahme gleichermaßen nutzen können.

Simulationsbasierte Optimierung mit Wiederverwendungspotenzial

Die Modellierung erfolgt mit Inventor, ergänzt durch NavisWorks und weitere Tools der Product Design & Manufacturing Collection von Autodesk. Besonders bei variantenreichen oder modular aufgebauten Systemen kommt dabei iLogic zum Einsatz: Konstruktionselemente lassen sich regelbasiert generieren und automatisch an neue Anforderungen anpassen. Das beschleunigt die Entwicklung, erhöht die Wiederverwendbarkeit von Assets und reduziert den manuellen Konstruktionsaufwand signifikant.

Für Simulation, Layoutplanung und Kollisionsprüfung stehen bereits in frühen Projektphasen belastbare Datenmodelle zur Verfügung. Diese digitale Vorausplanung ermöglicht nicht nur präzisere Angebote, sondern legt auch die Grundlage für durchdachte, ressourceneffiziente Anlagenarchitekturen ohne aufwändige Schleifen im physischen Prototypenbau. Varianten können verglichen, Platzbedarfe analysiert, Sicherheitszonen bewertet und Prozesszeiten kalkuliert werden, noch bevor das erste reale Bauteil gefertigt wurde.

Das berichten auch die Verantwortlichen bei Koch Industrieanlagen. Sie beobachteten eine deutlich gesunkene Fehlerquote im Engineering direkt ab der Einführung, verkürzte Projektlaufzeiten und eine sichtbare Qualitätssteigerung im Bereich der Anlagenplanung.

Kollaboration in Echtzeit,

intern wie extern

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