Mit dem Einsatz von RFID lässt sich der Weg der Verpackungen durch das Sortiersystem automatisch verfolgen und es können so immer zuverlässigere Daten bereitgestellt werden. „Ich hatte die Idee, aber nicht die Technologie dazu“, erinnert sich Wardle. „Deshalb suchten wir einen Partner, der sich nicht nur mit RFID auskannte, sondern diese Technologie auch in einer rauen Umgebung wie einer Sortieranlage zuverlässig zum Laufen bringen konnte.“ Auf der Suche nach der richtigen RFID-Lösung wandte er sich an den Tag-Hersteller Avery Dennison und kam so zu Turck Vilant Systems – und war schnell überzeugt. „Turck hatte nicht nur die Erfahrung, sondern auch die Professionalität, die wir brauchten“, sagt Wardle. „Turck konnte uns ein System liefern, das funktioniert – und das wir weiterentwickeln können.“ Gemeinsam wurde ein Setup entwickelt, das heute aus neun Lesegeräten und 32 Antennen besteht – verteilt über die gesamte Sortieranlage. Die zu testenden Verpackungen werden mit RFID-Tags versehen, dem normalen Abfallstrom zugeführt und durchlaufen den Prozess wie jede andere Verpackung, sodass sie wie vorgesehen reale Bedingungen simulieren.

ID-Technologie trifft
Realität
„Wir wollten keine Laborsituation, sondern reale Bedingungen mit nassen, verschmutzten, gemischten Abfällen“, betont Wardle. Die RFID-Tags ermöglichen es, jede getestete Verpackung zu verfolgen – vom Moment der Zuführung in den Sortierprozess bis zu dem Moment, in dem es in einem der vielen Materialabfallströme landet. „Mit strategisch positionierten Antennen sehen wir genau, welchen Weg eine Verpackung durch die Anlage nimmt, ob sie von den entsprechenden Erkennungseinheiten erkannt wurde, ob sie aussortiert wurde – und wenn ja, in welchen Strom. Das ist ein riesiger Fortschritt.“
„Die RFID-Lesegenauigkeit hat uns geholfen, ein genaues Verständnis der tatsächlichen Sortierbarkeit einer Testverpackung zu erhalten“, sagt Wardle. „Obwohl es bestimmte Besonderheiten bei Verpackungsabfällen gab, die für die Tests eine Herausforderung darstellten, haben wir den Prozess Schritt für Schritt verbessert. Wir lernen ständig dazu, manchmal müssen wir die Antenneneffektivität anpassen, manchmal die Position ändern. Auch das Wetter spielt eine Rolle, beispielsweise wenn der Abfall nass ist. Aber das gehört dazu. Es ist ein lernendes System.“ Und auch Turck Vilant Systems kann in der Anlage noch dazulernen.
Transparenz, die
Vertrauen schafft
Für die Kunden von Circpack – überwiegend große Markenhersteller – ist das System eine bahnbrechende Neuerung. Es zeigt ihr Engagement für die Verbesserung der Recyclingfähigkeit von Verpackungen. Durch die Einführung eines solchen Systems können sie einen hohen Standard aufrechterhalten und gleichzeitig der gestiegenen Nachfrage effizienter und noch genauer gerecht werden. So fließen die Ergebnisse der Tests in Zertifizierungen ein, beispielsweise von RecyClass. Die Hersteller können so ihre Verpackungen verbessern und gesetzliche Anforderungen zu erfüllen.
Skalierung und
Weiterentwicklung


















