Neue Features für Drives und Motoren

KEB zeigt auf der SPS neue Drives-Funktionen wie DC-Konnektivität oder CAN-Querkommunikation.
KEB zeigt auf der SPS neue Drives-Funktionen wie DC-Konnektivität oder CAN-Querkommunikation.Bild: KEB Automation KG

Die Drive Controller der Combivert-F6-Reihe und die S6-Servoantriebe von KEB Automation erhalten neue Funktionen, unter anderem DC-Konnektivität. Eine schnellere Drive-zu-Drive-Kommunikation ermöglicht die neue Firmware für die F6 und S6 Drives (Gerätevariante Applikation und Pro). Durch die CAN-Querkommunikation findet ein direkter Datenaustausch zwischen den Umrichtern statt, ohne den Umweg der Daten über eine Steuerung. Profidrive wird demnächst für KEB-Umrichter der Variante Applikation verfügbar sein und definiert das Geräteverhalten sowie die Zugriffsverfahren auf Gerätedaten für elektrische Antriebe an Profinet. Als Add-On für das Tool Combivis erwartet Anwender ein neues Dashboard. Es bietet eine schnelle und einfache Möglichkeit, einen Überblick über den Drive-Controller-Status zu erhalten.Auch auf Seite der Motoren gibt es Neuheiten auf der Messe zu sehen, z.B. eine flüssigkeitsgekühlte Ausführung für die Größe BR9 der DL4-Hightorque-Servomotoren der Unternehmenstochter Brusatori Electric Motors. Sie sind darauf ausgelegt, Zykluszeiten zu reduzieren und die Produktivität von Maschinen insgesamt zu erhöhen. Die Motoren erreichen eine Drehzahl bis 2.600U/min und ein Stillstandsdrehmoment bis 770Nm. Die Elektronik der Combivert-F6-Antriebe kann mit dem gleichen Kühlsystem wie die Motoren gekühlt werden. Wenn durch den Einsatz von wassergekühlten Elektromotoren eine Verkleinerung möglich ist, werden auch die Servoantriebe kleiner und ebenso die Montagefläche der Schaltschränke. Und nicht zuletzt ergibt sich ein deutlich geringerer Geräuschpegel im Vergleich zu Motoren mit Luftkühlung. Die neue Permanentmagnetbremse Combiperm P2 von KEB ist ausgelegt für Spannungen von 24V und eine Drehmomentbereich von 1 bis 60Nm. Sie benötigt weniger Leistung als das Vorgängermodell, wodurch sich der Motor nicht zusätzlich erwärmt. Der verbesserte Magnetfluss hat positive Auswirkungen auf das Drehmoment. Zudem wird weniger Dauermagnetmaterial benötigt. Zu den Neuerungen zählt auch ein Filzring, der als Standard integriert ist. Aufgrund der Lage der Bremse am Motorlager, dient er u.a. zum Auffangen des entstehenden Ölnebels. Mehr Not-Stopps und eine größere Verschleißreserve nennt der Hersteller als weitere Vorteile.

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