Genauigkeit verhindert Nacharbeiten
Mit der Portalanlage hat sich die Fertigung bei Strab verändert: Rund 80 Prozent der Bauteile durchlaufen sie heute. Daten der Architekten fließen über die DDX-Software in CAD/CAM-Programme, die jeden Schritt planen. Für eine sichere Maßhaltigkeit muss der Betrieb viel beachten: Abmessungen bestimmen, Werkstoffe überprüfen, Bearbeitungstiefe und -richtung festlegen, Tragachsen maßgenau zuschneiden, Konturen und Radien fräsen sowie Verbindungen, Kanten und Oberflächen bearbeiten. „Wir können uns die Arbeit ohne die Anlage nicht mehr vorstellen, so millimetergenau arbeitet sie“, sagt Tremel. „Stahlteile schieben wir rein und alles passt.“ Nacharbeiten beschränken sich etwa auf das Lackieren. Wo früher zwei Mitarbeiter drei Stunden für einen großen Leimbinder brauchten, ist die Maschine in 30 Minuten fertig.
Neue Querschnitte erschließen
Strab setzt vor allem auf Nadelhölzer aus Deutschland und Skandinavien. Aber auch BauBuche von Pollmeier verarbeitet man immer öfter. Historisch war das Bearbeiten schwerer Binder aufwendig, mussten man doch Einzelteile zuschneiden, verkleben und hobeln. Heute ermöglicht die Blockverklebung große tragfähige Querschnitte. Mit der richtigen Technik lassen sie sich mühelos in die Anlage einbringen, mit dem Laser auf Böcken positionieren und CNC-gestützt weiterverarbeiten. Bei Strab wog das bislang größte gefertigte Bauteil für einen Brückenträger rund 18 Tonnen. Anders gesagt: Man geht mit der Zeit und rüstet sich für die Zukunft.


















