Mobile Robotersysteme mit Roboterarmen sind industriell ausgereifter als vollhumanoide Roboter. Sie basieren auf fahrerlosen Transportfahrzeugen oder autonomen mobilen Robotern mit Rädern, sind mechanisch weniger komplex und sicherheitstechnisch einfacher beherrschbar. Sie eignen sich besonders für Handhabungsaufgaben in Produktion und Intralogistik, wie das Be- und Entladen von Maschinen. Vollhumanoide Roboter stehen noch vor technischen Herausforderungen in Mechanik, Regelungstechnik und Sicherheit. Software, KI und offene Automatisierungsplattformen wie ctrlX WORKS ermöglichen flexiblere und autonomere mobile Robotersysteme. Bosch Rexroth setzt auf eine Kombination aus mobiler Robotik und flexiblen Roboterarmen, um humanoide Fähigkeiten industriell nutzbar zu machen. Langfristig könnte humanoide Robotik dort eingesetzt werden, wo ihre Bauform einen funktionalen Vorteil bietet, während mobile Robotersysteme mit Roboterarmen in vielen Anwendungen der robustere und wirtschaftlichere Ansatz bleiben.
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Vollhumanoide Roboter dürften langfristig dort eingesetzt werden, wo ihre Bauform einen echten funktionalen Vorteil bietet, z.B. in Umgebungen, die stark auf menschliche Bewegungsabläufe ausgelegt sind. Mittelfristig werden jedoch mobile Robotersysteme mit Roboterarmen in vielen industriellen Anwendungen wahrscheinlich der robustere, wirtschaftlichere und schneller umsetzbare Ansatz bleiben.
Welche Voraussetzungen müssen Unternehmen schaffen, damit humanoide oder humanoid inspirierte Robotik wirtschaftlich eingesetzt werden kann?
Unternehmen, die AGVs oder AMRs nutzen, verfügen häufig schon über wichtige Voraussetzungen wie geeignete Flächen, definierte Prozesse, Sicherheitskonzepte, Flottenmanagement und Integrationserfahrung. Der nächste Schritt ist die stärkere Integration von Greif- und Handhabungsfunktionen in Produktions- und Intralogistikprozesse. Wichtig sind dabei offene Schnittstellen, eine skalierbare Softwarearchitektur, normgerechte Sicherheit und ein klarer wirtschaftlicher Nutzen.
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