Sensorik für die Lebensqualität in Städten

Auch die Anpassung von Parkzonen ist mit dem SensorX unkompliziert.
Auch die Anpassung von Parkzonen ist mit dem SensorX unkompliziert.Bild: Tridonic GmbH & Co. KG

Um eine Stadt mit geeigneten Sensoren auszustatten, gilt es unterschiedliche Anforderungen zu beachten. Sensoren, die optisch Informationen verarbeiten, benötigen Licht, um optimale Ergebnisse zu erzielen. Auch die Stromversorgung der Sensoren muss sichergestellt sein. Hinzu kommt, dass verschiedene Anwendungsbereiche auch verschiedene Sensorentypen erfordern. Es stehen Lösungen zur Verfügung, die diese Herausforderungen adressieren und deshalb für den Einsatz in Städten geeignet sind. Tridonic hat den SensorX entwickelt, der Vorteile für den Einsatz im öffentlichen Raum mit sich bringt und dabei auch den Datenschutz sicherstellt.

Sensortechnik für den Stadteinsatz

Der neue KI-basierte SensorX detektiert das Leben auf Straßen und Wegen. Mit seiner Hilfe lässt sich die Straßenbeleuchtung bedarfsorientiert dosieren, um Energie und unnötige Lichtemissionen einzusparen. Zudem ermöglicht der Sensor nicht nur die quantitative Messung sondern auch die Unterscheidung von Verkehrsteilnehmern und ebnet so den Weg zur smarten Planung und Steuerung von öffentlichen Räumen, Parkhäusern und Verkehr. Herkömmliche Bewegungssensoren stellen heute fest, dass sich im Radius des Sensors etwas bewegt. In Inneren von Gebäuden sind sie deshalb sehr zuverlässig. In Außenbereichen sind Bewegungssensoren allerdings fehleranfällig. Je nach Einstellung und Umgebung werden sie auch durch Tiere, Bäume oder sogar starke Regenschauer oder Schneefall ausgelöst. Diese Ungenauigkeit führt zum fehlerhaften Auslösen der Beleuchtung und dadurch zu einem vermeidbaren Stromverbrauch. Der neue SensorX setzt hingegen auf Bildverarbeitung (Machine Vision) und liefert präzise Ergebnisse.

Bildverarbeitung im Sensor

„Viele Machine-Vision-Lösungen benötigen sehr viel Rechenleistung und Strom und sind daher für den Masseneinsatz nicht wirtschaftlich oder nachhaltig“, erklärt Eduardo Pereira, Product Manager Outdoor Controls bei Tridonic. „Beim SensorX ist es uns gelungen, den Bedarf an Strom und Hardware-Performance im Gerät selbst auf ein Minimum zu reduzieren. Die Magie geschieht im Zusammenspiel zwischen Hardware und Software und bietet die optimale Lösung für den Einsatz in der Stadt. So können wir Daten, Kosten und Strom einsparen.“ Für die Analyse nimmt der SensorX bis zu fünf Bilder pro Sekunden auf. Die Bildverarbeitung erfolgt direkt im Sensor. Das Bild wird ausschließlich für die Analyse verwendet, wird nicht gespeichert und kann auch nicht exportiert werden. Der SensorX besitzt keinen internen Speicher und ist datenschutzkonform. Er kann daher ohne Bedenken im urbanen Umfeld eingesetzt werden. Der Zugriff auf den Sensor zur Einrichtung oder Neueinstellung ist geschützt, ein Zugriff durch Dritte ist nicht möglich. Nur hierzu findet eine Bildübertragung auf ein Smartphone oder Tablet statt, um Zonen definieren zu können. In diesem Fall ist die Übertragung verschlüsselt. Analysiert werden lediglich die Zonen, die bei der Kommissionierung individuell festgelegt werden. Der Sensor berücksichtigt dann nur Bewegungen in diesem Bereich und erkennt, dass sich in der ausgewählten Zone etwas bewegt. In der Zukunft wird es auch möglich sein, zwischen Fußgängern und Radfahrern zu unterscheiden und sogar verschiedene Fahrzeugtypen zu erkennen.

Einfache Installation und Nachrüstung

Installiert wird der SensorX direkt an der Zhaga-D4i-Schnittstelle (Zhaga Book 18 Ed. 3 Anschluss) der Straßenleuchten. Er ist damit direkt nach der Montage und Einrichtung sofort betriebsbereit. Haben Kommunen bereits Leuchten mit Zhaga-D4i-Schnittstelle im Einsatz, lässt sich der SensorX einfach nachrüsten. Die bestehende Straßenleuchte wird mit nur einem Handgriff zur smarten Komponente. Die Installation an der Straßenleuchte hat zum einen den Vorteil, dass dem Sensor jederzeit genügend Licht zur Verfügung steht. Der Sensor ist mit einem Lichtdetektor ausgestattet, der die Lichtverhältnisse so regelt, dass eine Erkennung von Bewegungen zuverlässig möglich ist. Zum anderen nutzt er die bereits vorhandene Stromversorgung der Leuchte mit. Diese Art der Installation ist nur durch den sparsamen Verbrauch von weniger als 1W möglich, und macht den SensorX damit DALI-Typ-B-konform. Durch die Bildverarbeitung gewonnene Daten und Informationen werden mittels DALI an Lichtsteuerungen für die Straßen- und Parkbeleuchtung, City-Management-Systeme oder Software zur Steuerung von Lichtsignalanlagen übermittelt. Dort können die Daten dann analysiert oder zur direkten Steuerung genutzt werden.

Seiten: 1 2 3