Voraussetzung:

Fehlerfrei vorbereitetes Nesting

„Mit der CNC-Anlage sind wir Dienstleister bei Brüninghoff und beliefern sowohl unseren eigenen Holzbau mit allen notwendigen Bauteilen als auch das Betonfertigteilwerk mit teils sehr komplexen Betonschalungen“, erklärt Holzbau-Werksleiter André Leipold. „Wir erhalten CAD-generierte Plattenlisten im BTLx-Format von den verschiedenen Einheiten, die wir dann in unsere Verschnittsoftware importieren.“ Die fehlerfreie Arbeitsvorbereitung ist dabei maßgeblich: Auf welche Weise, in welcher Reihenfolge und mit welchem Werkzeug eine Platte bearbeitet wird – all das muss exakt festgelegt sein. Auch der Einsatz des Label- und des Inkjet-Druckers für die Teilekennzeichnung wird definiert. Meist werden im Nesting die Bauteile eines Projekts kombiniert, jedoch können auch Teile für andere Anwendungen berücksichtigt werden. Neun variable Abstapelplätze sorgen für ein gutes Verschnittergebnis. Dabei ist die Reihenfolge beim Abstapeln sehr wichtig, denn die Mitarbeiter in der nachfolgenden Elementierung müssen schnell auf die benötigten Platten zugreifen können. Für diese anspruchsvolle Aufgabe ist der Mitarbeiter verantwortlich, der die Nestingbilder erstellt. Selbst wenn Stapel unordentlich wirken, folgen sie einer durchdachten Abnahmereihenfolge.

Eine letzte Empfehlung

Für eine sinnvolle Bearbeitungsstrategie ist folglich nicht nur eine leistungsstarke Maschine entscheidend. Auch die passende Software und Programmierung ist gefragt, einschließlich eines durchdachten Absaugkonzepts. Das Ergebnis: Bei Brüninghoff werden Abfälle wie Gips und Holz sortenrein in der Absauganlage getrennt und brikettiert, Holzabfälle thermisch verwertet. „Eine Empfehlung habe ich noch“, sagt Beckmann: „Es reicht nicht, nur computeraffine Mitarbeiter einzusetzen – für ein solches Gesamtkonzept braucht es umfangreiches Wissen, einschließlich einer CNC-Ausbildung sowie Kenntnisse in Werkzeugtechnik und Programmierung.“ Nur so lasse sich die Effizienz der Anlage ausschöpfen, Arbeitsvorbereitung vorausgesetzt. Denn: „Je präziser dort gezeichnet wird, desto genauer sind die Daten – und desto hochwertiger ist die Qualität der Bauteile.“ Sein eigenes Ding machen: nicht mehr zeitgemäß.

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