Puzzlestück der Automatisierung

Schwarzes Automatisierungs-Tray mit runden Nestern
Schwarzes Automatisierungs-Tray mit runden NesternBild: Formary – Roland Bittner GmbH

Kunststoff-Trays werden als maßgeschneiderte Aufnahmen für einzelne Komponenten oder Baugruppen konzipiert. Ihre Konstruktion wird exakt an die individuelle Geometrie der Bauteile angepasst, um während des gesamten Produktionsprozesses eine stabile Positionierung sicherzustellen. Im automatisierten Prozess sind Industrieroboter primär für das Be- und Entladen der Trays zuständig. Die Trays müssen dabei so gestaltet sein, dass der Roboterarm das Bauteil sicher greifen und präzise positionieren kann. Elemente wie Poka-Yoke-Nocken sowie angepasste Randkonturen, Griffmulden und Wandaufbauten sorgen dafür, dass die Bauteile richtig platziert werden.

Poka-Yoke-Nocken am Kunststoff-Tray.
Poka-Yoke-Nocken am Kunststoff-Tray.Bild: Formary – Roland Bittner GmbH

Präzise und sichere Handhabung

Damit Industrieroboter wiederholbare und präzise Bewegungsabläufe ausführen können, müssen die Werkstückträger exakt an die Anforderungen der Robotersysteme angepasst sein. Dies betrifft sowohl die Positionierung und Stabilität der Bauteile als auch die ergonomische Gestaltung für einen reibungslosen Materialfluss. Automatisierungs-Trays sind so konstruiert, dass sie eine zuverlässige und fehlerfreie Handhabung ermöglichen. Standardisierte Griffmulden verhindern Fehllagen und reduzieren das Risiko des Abrutschens. Dadurch wird die Arbeit sowohl für Industrieroboter als auch für manuelle Bediener erleichtert.

ESD-Trays schützen bei der Herstellung von Elektronikgeräten.
ESD-Trays schützen bei der Herstellung von Elektronikgeräten.Bild: Formary – Roland Bittner GmbH

Materialfluss und Integration

Aufgrund klar definierter Greifbereiche können Roboter die Bauteile präzise aufnehmen und sicher bewegen. Die Nesterkontur wird auf den Hub der Greiferfinger abgestimmt und die Beschichtung der Greiferbacken wird je nach Pick&Place-Aufgabe angepasst. Während einfache Greifersysteme einem festen Weg folgen, ermöglichen komplexe Systeme mit Bildverarbeitung und Wegmessung eine flexible Anpassung der Toleranzbereiche im Zusammenspiel mit der gesamten Anlage. So wird der Materialfluss innerhalb der Produktion verbessert und Stillstandszeiten reduziert. Die Trays sind so gestaltet, dass sie sich gut in bestehende Fertigungs- und Logistiksysteme einfügen. Die Anpassung an Transportbänder und Palettiersysteme gewährleistet eine reibungslose Integration in automatisierte Produktionsprozesse. Palettierer übernehmen die Beförderung der Trays von einer Station zur nächsten, indem sie leere Trays in die Anlage einführen und nach der Bearbeitung wieder aufnehmen und stapeln. Unterschiedliche Palettiersysteme erfordern dabei eine flexible Tray-Gestaltung, die alle Logistik- und Fertigungsprozesse passend unterstützt.

Transponder am Kunststoff-Tray ermöglichen Datenverfolgung und -analyse.
Transponder am Kunststoff-Tray ermöglichen Datenverfolgung und -analyse.Bild: Formary – Roland Bittner GmbH

Branchenübergreifend im Einsatz

Automatisierungs-Trays werden in zahlreichen Branchen eingesetzt und sind speziell auf die Anforderungen verschiedener Robotertypen abgestimmt. Hier einige Beispiele:

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  • Schlüsseltechnologie

    Die Elektromobilität erfordert innovative und automatisierte Fertigungstechnologien, insbesondere bei der Herstellung von leistungsfähigen Hairpin-Statoren für Elektromotoren. Ein zentrales und sicherheitskritisches Qualitätsmerkmal ist…


  • Sichere Greifprozesse mit Machine Vision

    Für durchgängig automatisierte Pick&Place-Tätigkeiten ist es wichtig, dass Roboter auch unterschiedlich geformte und durchscheinende Objekte sicher greifen können. Deep-Learning-Methoden in einer leistungsfähigen…