
Die Filics Unit besteht aus zwei autonomen Robotern, die speziell für die Handhabung von Europaletten entwickelt wurden. Sie navigieren selbstständig durch das Lager, koppeln sich an Paletten, heben sie an und transportieren diese nicht nur von A nach B, sondern unterstützen auch bei komplexen logistischen Abläufen. Ihre kompakte Bauweise, Flexibilität und Omnidirektionalität ermöglicht es, Paletten selbst in engen Gängen zu bewegen, wobei der Platzbedarf beim Manövrieren stark reduziert wird. Zusätzlich sorgt das beidseitige Einfahrsystem dafür, dass die Lagerkapazität in Bereitstellungsgängen verbessert wird.
„Durch unsere Lösung können Unternehmen in ihren Lagern und Logistikprozessen signifikante Platzgewinne erzielen – bis zu dreißig Prozent der Logistikfläche könnten mithilfe der Roboter eingespart und z.B. für wertschöpfende Tätigkeiten wie Produktionsprozesse genutzt werden“, verdeutlicht Julius Lutzer, Gründer und CPO von Filics. „Damit bieten wir eine Lösung zur Effizienzsteigerung und ermöglichen es unseren Kunden, ihre Ressourcen bestmöglich zu nutzen.“
Besonders geeignete Anwendungsfälle sieht das Startup in der Versorgung von Stationen, an denen Mehrwertdienstleistungen wie Umpacken, Konfektionieren, Setbildung oder Montageschritte stattfinden, sowie bei Versorgungstransporten von und zu Anlagen oder Produktionsmaschinen. Die Lösung wird bereits von Unternehmen getestet, darunter Bosch, die DHL Group sowie die Nagel Group.
Zukünftig auch für Bodenblocklager einsetzbar
Auf der diesjährigen Logimat präsentierte Filics auch die geplante Weiterentwicklung der Lösung: den effizienten Transport von Paletten in Bodenblocklagern. In solchen Lagern sind Ladeeinheiten oft schwer zugänglich und es bleibt wenig Platz für manuelle Handhabung. Filics liefert zukünftig eine Lösung: Die Kufen passen sich exakt an die freien Aussparungen unter den Europaletten an und verschwinden unter den Paletten. Sie fahren einfach durch mehrere Ladungsträger hindurch und können dabei gezielt einzelne Einheiten aufpicken. Dabei bleibt jeder Ladungsträger zugänglich und die Stellplatzkapazität wird erhöht. Durch das Doppelkufensystem können in Bodenblocklagern zukünftig Platzersparnisse bis 66 Prozent erzielt werden.
„Unser langfristiges Ziel ist es, Schwärme von Doppelkufensystemen zu entwickeln, die neben intralogistischen Prozessen auch eine vollautonome, flexible und äußerst schnelle Lkw-Beladung und -Entladung ermöglichen – idealerweise in weniger als fünf Minuten.“

















