
Roboter gehören zu den am meisten genutzten Automatisierungslösungen deutscher Unternehmen. Laut dem Automation Readiness Index, den das Münchener Automationsunternehmen RobCo im Oktober 2025 veröffentlichte, machen hierbei die stationären Industrieroboter 52 Prozent und die Cobots 25 Prozent aus. Die Fertigungsindustrie ist mit 94 Prozent der größte Nutzer von Robotern. An Werkzeugmaschinen übernehmen diese immer mehr Aufgaben beim Rüsten, Beladen und Bearbeiten. Dreh- und Angelpunkt für produktive Abläufe ist dabei der Werkzeugwechsel im End-of-Arm-Tooling (EOAT), mit dem der Roboter auf die jeweils nächste Aufgabe vorbereitet wird. Mit automatischen Schnellwechselsystemen geschieht dies effizient und mannlos.
Was ein praktikables Schnellwechselsystem ausmacht
Wie ein solches System für Anwender dabei am praktikabelsten ist, damit haben sich SMW-Autoblok und SMW-Electronics befasst. Die Unternehmen mit Sitz im baden-württembergischen Meckenbeuren sind spezialisiert auf Spanntechnik sowie auf Lösungen zur Digitalisierung und Automation industrieller Prozesse. Eines ihrer jüngsten Neuprodukte ist das automatische Schnellwechselsystem AcuGrip-TC für Greifer und andere Werkzeuge. Es bildet die praktischen Anforderungen ab, die das End-of-Arm-Tooling
an einen effizienten Werkzeugwechsel stellt.
Anforderung 1:
Präzision
Generell gilt der Werkzeugwechsel als ein Prozessschritt, in dem Ungenauigkeiten entstehen können. Unpräzise positionierte Werkzeuge oder Greifer beeinträchtigen die Fertigungsqualität und fördern den Werkzeugverschleiß. Der neuralgische Punkt ist dabei die Verriegelung. Das AcuGrip-TC kombiniert verschiedene Technologien, um einen fehlerfreien wie schnellen Prozess im automatischen Werkzeugwechsel sicherzustellen. Dazu gehört zunächst eine mechanische Zentrierung der Greiferseite beim Koppeln mit der Roboterseite. Die Verriegelung selbst erfolgt pneumatisch mit einer hohen Zugkraft, die je nach Baugröße zwischen 4 und 36kN liegt. Selbsthemmende Federn halten diese Kraft auch beim Wegfall der Druckluft aufrecht. Als zusätzliche Sicherung überwachen integrierte Sensoren den Koppelungs- und Verriegelungsstatus. Fehlerhaftes oder unvollständiges Einrasten werden auf diese Weise sofort erkannt, Folgeschäden – beispielsweise durch das Abrutschen nicht korrekt gegriffener Werkstücke – vermieden. Durch dieses Sicherheitspaket bietet das AcuGrip-TC je nach Baugröße eine Wiederholgenauigkeit von ±0,0015 bis ±0,01mm, mit der sich ein Roboter in einer Dockingstation innerhalb weniger Sekunden mit dem passenden Werkzeug koppelt.
Anforderung 2:
Passende Dimensionierung


















