Nach 20 Jahren stellt HMS Networks jetzt den Nachfolger vor

Zweite Generation des universellen Feldbusanschlusses

20 Jahre nach der Markteinführung des Anybus Communicator stellt HMS Networks jetzt die 2. Generation dieser Protokollkonverter vor, in der das Knowhow aus zwei Jahrzehnten steckt. Der Anybus Communicator verbindet serielle Feldgeräte und Maschinen mit industriellen Netzwerken. Für Ethernet/IP ist der Communicator der neuen Generation bereits verfügbar, Ausführungen für weitere Netzwerke werden 2020 und 2021 folgen.
Bild: HMS Industrial Networks GmbH

Die Produktfamilie der Anybus Communicator von HMS Networks ist seit fast 20 Jahren auf dem Markt und gehört zu den marktführenden Lösungen, wenn es darum geht, serielle Geräte und Maschinen in Feldbusse oder Industrial-Ethernet-Netzwerke zu integrieren. Gerätehersteller, Maschinenbauer und Systemintegratoren weltweit setzen den Communicator in einer Vielzahl von industriellen Anwendungen ein, um die Netzwerk-Anbindung für ihre seriellen Geräte herzustellen. HMS Networks stellt nun die 2. Generation der Communicator vor. Für EtherNet/IP ist der neue Communicator bereits verfügbar. Ausführungen für Modbus-TCP, Profinet und Profibus werden folgen. Die neuen Communicator sind moderne, leistungsstarke Protokollkonverter, in denen das Know-how aus zwei Jahrzehnten steckt. Die beiden Produktgenerationen werden aufgrund verschiedener Produktlebenszyklen parallel angeboten.

Sicher, leistungsstark und zuverlässig

Die Communicator der 2. Generation basieren auf dem bewährten Anybus NP40 Netzwerkprozessor, der auch in den Embedded Lösungen von HMS Networks eingesetzt wird. Dadurch erfüllen die Protokollkonverter selbst anspruchsvolle Anforderungen in Bezug auf Leistung, Zuverlässigkeit und Sicherheit. Dank neuer Hardware und Software können Zykluszeiten realisiert werden, die je nach Anwendungsfall bis zu zehn mal schneller sind als beim Communicator der ersten Generation. Außerdem können bei den neuen Protokollkonvertern deutlich mehr Daten ausgetauscht werden: Es können bis zu 1.448 Byte zur übergeordneten SPS gesendet und bis zu 1.448 Byte von der SPS empfangen werden. Um den aktuellen und zukünftigen Sicherheitsherausforderungen gerecht zu werden, sind die neuen Protokollkonverter mit einem Sicherheitschip ausgestattet. Das sichere Hochfahren (Secure Boot) gewährleistet, dass die Firmware nicht manipuliert wurde. Die Protokollkonverter sind in einem modernen, schlanken Gehäuse untergebracht und werden auf einer Hutschiene montiert. Sie verfügen über industrielle Zertifikate wie z.B. CE und UL. Der Betriebstemperaturbereich erstreckt sich von -25 bis +70 °C, sodass die Protokollkonverter auch unter anspruchsvollen industriellen Bedingungen zuverlässige Dienste leisten.

Einfache Konfiguration und Bereitstellung

Bevor die Verbindung zwischen dem Communicator und der übergeordneten SPS hergestellt wird, konfiguriert der Anwender den Protokollkonverter für die Kommunikation mit seinem Sub-Netzwerk, das aus einem oder mehreren Geräten/Maschinen bestehen kann. Dazu wird der Ethernet-Konfigurationsanschluss des Protokollkonverters mit einem PC verbunden. Anschließend kann der Anwender mit seinem bevorzugten Browser die neue web-basierte Communicator-Benutzeroberfläche der 2. Generation öffnen. Die Konfiguration erfolgt per Drag&Drop. Es wird keine zusätzliche Software benötigt. Der neue Communicator der 2. Generation kommuniziert via Modbus-RTU mit den angeschlossenen Geräten und Maschinen. Es werden bis zu 150 Modbus-Befehle unterstützt, was auch sehr komplexe Konfigurationen mit mehreren Knoten ermöglicht. Fertige Konfigurationen können für zukünftige Verwendungen sicher gespeichert und verwaltet werden. Sobald der Protokollkonverter konfiguriert ist, kann er als Knoten in das übergeordnete SPS-System eingebunden werden. Der Anwender kann den Konfigurationsanschluss und die Web-Oberfläche des Communicators auch für die Überwachung und Diagnose des Netzwerkverkehrs nutzen. Es werden sowohl der Verbindungsstatus zur übergeordneten SPS und zum seriellen Sub-Netzwerk als auch der Status einzelner serieller Knoten angezeigt. Für weitere Analyse werden dem Anwender Kommunikationsprotokolle zur Verfügung gestellt.

 Mit der webbasierten Benutzeroberfläche ist die Konfiguration schnell erledigt.
Mit der webbasierten Benutzeroberfläche ist die Konfiguration schnell erledigt.Bild: HMS Industrial Networks GmbH

Flexibilität für Gerätehersteller und Systemintegratoren

Der Anybus Communicator kann zusammen mit einem Gerät oder einer Maschine als vorkonfigurierte ‚externe‘ Kommunikationsschnittstelle ausgeliefert werden. HMS Networks bietet Geräteherstellern und Maschinenbauern verschiedene Dienstleistungen wie z.B. individuelle Anpassungen für OEMs, Brandlabeling oder auch die Vorkonfiguration der Protokollkonverter. Systemintegratoren profitieren in erster Linie von den vielfältigen Konfigurationsmöglichkeiten, die es dem Communicator ermöglichen, mit nahezu jedem Gerät in einer Fabrik zu kommunizieren. Das prädestiniert den Protokollkonverter für Retrofit-Anwendungen, bei denen vorhandene Geräte und Maschinen schnell und nahtlos in neue industrielle Netzwerke integriert werden müssen.

Aussichten

Der erste Protokollkonverter der 2. Generation ist der Anybus Communicator für EtherNet/IP. Die Anwender profitieren von der vorzertifizierten EtherNet/IP-Implementierung, die Device Level Ring mit Beacon Mode für Medienredundanz, Netzwerkfehlererkennung und -beseitigung unterstützt. Damit kann die Kommunikation auch nach einem Kabelbruch aufrechterhalten werden. Weitere Protokollkonverter der 2. Generation für Modbus-TCP, Profinet und Profibus wird HMS Networks 2020/2021 vorstellen.

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