Die nächsten Generationen im Fokus

Der Vorstand Franz-Xaver Bernhard eröffnete die begleitende Fachpressekonferenz mit dem Hinweis, dass Kai Bacher am 1. Januar 2026 seinen Posten bei Hermle übernehmen wird. Bacher ist zurzeit bereits Generalbevollmächtigter, zuständig für den Vertrieb und schon seit über 20 Jahren im Betrieb tätig. „Aktuell ist das Vertrauen in neue Investitionen ganz allgemein noch etwas gebremst“, berichtete Bernhard anschließend. „Bei uns sieht das hingegen anders aus. Wir haben beim Hermle Werk 2 am Standort Zimmern ob Rottweil beispielsweise ein neues Lager gebaut, eine neue Montagehalle für unsere Automationslösungen sowie eine Halle für die Großteilefertigung.“ Auf den Hallen installierten die Baden-Württemberger zudem neue Photovoltaik-Anlagen. „Des Weiteren legen wir besonders viel Wert auf unsere Servicedienstleistungen“, betonte Bernhard, „um im Fall der Fälle bei unseren Kunden eine Topleistung abliefern zu können.“

Energie und Verfügbarkeit im Blick

Kai Bacher stellte anschließend die aktuellen Produkte und Automationslösungen vor: „Bei den Bearbeitungszentren der Generation 2 (GEN 2) wurde die Energieeffizienz deutlich gesteigert, die neueste Generation an Antriebsmodulen installiert, digitale Sensorik angepasst, es gibt modernste Schnittstellen und vieles mehr. Außerdem kommen verbesserte Spindeln zum Einsatz inklusive Sensorik, beispielsweise auch für ein optimiertes Monitoring. Mithilfe von Temperaturensensoren lassen sich die Lager überwachen. Alles ist angepasst für ein höheres Level an Beanspruchungen durch den zunehmenden Automatisierungseinsatz.“ Eine hohe Verfügbarkeit selbst bei 24/7 Produktionen gehört zu den Zielen der Entwicklung. Bei den Steuerungen kommen eine Heidenhain TNC7 oder eine Siemens Sinumerik One zur Anwendung. „Bis zu 25 Prozent an Energie lassen sich während des Betriebs im Vergleich zur vorherigen Generation einsparen“, so Bacher.

Handlingsystem konsequent weiterentwickelt

Als zweite Neuerung ist die HS flex hybrid besonders erwähnenswert. „Sie bietet eine hohe Flexibilität durch das Paletten- und Schraubstock-Handling“, erläuterte der künftige Vorstand. „Die Lösung gestaltet sich sowohl in der Bedienung als auch bei der Anwendung bewusst einfach.“ Mit dem Handlingsystem HS flex hybrid heben die Baden-Württemberger das bisherige HS flex auf die nächste höhere Leistungsstufe für die wirtschaftliche Fertigung von Bauteilen bis 450kg. Sowohl Paletten als auch Schraubstöcke befördert das System vom Rüstplatz in die Speichermodule oder in den Arbeitsraum. Für das HS flex hybrid wurden folgende Komponenten speziell konfiguriert: die Speichermodule, der Rüstplatz, der Greifer und die Adapterpalette. Das HS flex hybrid ist an sechs verschiedene Maschinenmodelle adaptier- und mit ein oder zwei Speichermodulen konfigurierbar.

Robotik auf neuem Level

„Zu guter Letzt gibt es bei unserem RS2-GEN2 entscheidende Neuerungen für mehr Flexibilität und zusätzliche Kapazitäten“, finalisierte Bacher. Der Platz in der Anlage ist variabler ausgelegt und lässt sich z.B. mit mehr Paletten als bisher bestücken. „Wir haben mit dem RS 2 eine extrem flexible Lösung geschaffen. Mit der Generation 1 konnten wir bereits 60 Projekte erfolgreich umsetzen, insbesondere bezüglich kundenspezifischer Regalanpassungen. Mit der Auswahl von jetzt nur noch vier Speichersystemen bei der Generation 2 ist der Kunde deutlich variabler und zukunftssicherer unterwegs“, betonte Kai Bacher die entscheidenden Vorteile der aktuellen Automationslösung.

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