
Schiebel Antriebstechnik ist mit seinen innovativen Stellantrieben z.B. in Pipelines auf der ganzen Welt zu Hause und beschäftigt mehr als 100 Mitarbeitende. Eines der Kernelemente des Angebotes ist die Fail-safe Serie – ein Konzept, bei dem ein individuell konfigurierbarer elektrischer Stellantrieb mit einer rein mechanischen Sicherheitsfunktion vereint wird, die somit unabhängig von Energiezufuhr ist. „Der Vorteil unserer Fail-safe Serie ist, dass bei Ausfall der Versorgung der elektrischen Energie Armaturen in weniger als einer Sekunde in eine vorab definierte Position gebracht werden können – und das mit höchster Präzision“, sagt Klaus Schiebel, CEO des Wiener Familienunternehmens.
Vom Standard zur Lösung
Wegen der Präzision und Ausfallsicherheit hat sich Schiebel bei der Auswahl der passenden Bremsen für KEB Automation entschieden. Wenn nämlich die Stromversorgung ausfällt und der Antrieb unkontrolliert stoppt, kann dies in Anwendungsbereichen wie einem Ölfeld oder bei einer Gas-Pipeline schnell zu sehr hohen Kosten führt – was jeder zu vermeiden versucht.
Die Bremslösungen von KEB kommen u.a. in der Intralogistik, der Medizintechnik, Robotik und Cobots, fahrerlosen Transportsystemen oder in Servomotoren zum Einsatz. Die konkrete Auswahl der richtigen Bremse hängt stark vom Einsatzfall ab: je nachdem ob sie etwa bestromt oder unbestromt greifen oder bei dynamischen Bremsvorgängen gegen magnetische Aufladung – die Remanenz – geschützt sein muss. „Jede Bremse hat eine Standardausführung“, erklärt Kevin Zysk, Vertriebsleiter Bremsen bei KEB Automation, „Wir können sie aber auch Kundenwünschen gemäß anpassen.“ Kommt es bei einer Anwendung zu dynamischen Bremsvorgängen, lädt sich das Gehäuse der Bremse magnetisch auf. Diese Remanenz kann zu Einschränkungen innerhalb der Maschine oder Anlage und infolgedessen zu erhöhten Kosten führen. Durch ein ‚Facelift‘ der Elektromagnetbremse Combinorm B entsteht Remanenz gar nicht erst. Zudem verlängert die dahinterstehende Funktionsweise die Lebensdauer wichtiger Komponenten spürbar.
Deshalb verwendet Schiebel die elektromagnetischen Bremsen in den Größen 6 bis 9 in seinen Stellantrieben, um den integrierten Spring-return Mechanismus bei ausreichender Stromversorgung an Ort und Stelle zu halten. Die Arbeitsstrombremse Combinorm B ist auf 100 Prozent Einschaltdauer ausgelegt und mit kurzen Schaltzeiten, einer ausgeprägten Positioniergenauigkeit und der Verfügbarkeit in einem großen Temperatur- und Spannungsbereich wie gemacht für den Einsatz in den Lösungen von Schiebel. So verspricht sie auch unter den extremen Umgebungsbedingungen zuverlässigen Halt. Eine durchaus anspruchsvolle Aufgabe, wenn man bedenkt, dass die Stellantriebe von Schiebel sowohl auf den Gas-Feldern Nordkanadas bei bis zu -50°C als auch in Umgebungen bei bis zu +50°C betrieben werden.
Es zählt mehr als das Produkt
Am Ende sind es nicht nur die produktspezifischen Eigenschaften der KEB Bremsen, die das Fundament für die Kundenbeziehung zwischen KEB und Schiebel bilden. „Ein gutes Produkt ist nicht alles, es geht um das Gesamtpaket. Wir wissen den zuverlässigen Service zu schätzen und haben bei Anliegen jeder Art einen direkten Ansprechpartner. Und da es sich bei unserer Fail-safe Serie um ein kundenspezifisches Produkt handelt, waren auch die technischen Hinweise und Erfahrungen von KEB sehr hilfreich“, berichtet Schiebel.
Für eine erfolgreiche, langfristige Partnerschaft sei der Preis natürlich ein wesentliches Kriterium für die richtige Bremse, sagt Robert Kwich, Vertriebsgebietsleiter Ost bei KEB in Österreich und ergänzt: „In der sich ändernden weltweiten Handelssituation profitieren unsere Kunden auch von unserer internationalen Präsenz. So gehen beispielsweise innerhalb der EU Lieferungen oder Serviceeinsätze mit wenig Zeitaufwand und unbürokratisch, anders als über die EU-Grenze hinweg, da wir in Deutschland entwickeln und produzieren. Zudem können bei Bedarf identische Bremsen an unseren Standorten in den USA, Japan und China lokal vor Ort produziert werden.“

















