Für Praktiker wie Gerken und seine Kollegen heißt das: „Wir können genau bestimmen, in welchem Umfang jemand von außen Zugriff auf das Maschinennetzwerk erhält – und das durch einen einfachen Klick im System.“ Das erhöht die Cybersecurity, denn für das Maschinennetzwerk besteht damit ein zusätzlicher Schutz über die Firewall des Produktionsnetzes hinaus. Gleichzeitig bietet diese Funktion praktische Vorteile, etwa bei Fehlerbehandlung und Wartung. Mit entsprechender Zugriffsberechtigung kann auch der Hersteller der Maschinen gezielt auf einzelne oder alle Bereiche des Maschinennetzwerks zugreifen.

 Bei  Greenland  Seafood  in Wilhelmshaven sind inzwischen fünf Wall IEs im Dauereinsatz: Zwei Produktionslinien, ein Cutter, die Speiseöl-Versorgung und die Thermische Nachverbrennung sind damit sicher in das Produktionsnetzwerk eingebunden.
Bei Greenland Seafood in Wilhelmshaven sind inzwischen fünf Wall IEs im Dauereinsatz: Zwei Produktionslinien, ein Cutter, die Speiseöl-Versorgung und die Thermische Nachverbrennung sind damit sicher in das Produktionsnetzwerk eingebunden.Bild: Helmholz GmbH & Co. KG

Adressübersetzung und Kompatibilität

Ein weiterer Vorteil: Bei bestehenden Anlagen sind bereits gewisse IP-Adressen vergeben, die jedoch nicht vom Produktionsnetzwerk gelesen werden können, da es sich um unterschiedliche Adressbereiche handelt (External IP/Internal IP). Mit der Wall IE kann der Nutzer über die externe IP ganz einfach die entsprechende interne Adresse anpingen. Im Router-Betriebsmodus unterstützt die Wall IE die NAT-Funktionalitäten Basic NAT und NAPT.

Greenland Seafood nutzt Basic NAT, auch als 1:1 NAT bekannt. Damit ist die Übersetzung sowohl von einzelnen IP-Adressen als auch von ganzen Adressbereichen möglich. Die Übersetzung geschieht ausschließlich auf IP-Ebene, wodurch alle Ports ohne explizite Weiterleitungen angesprochen werden können. Alle Adressen der Maschine oder Linie werden in eine einzige Adresse des Produktionsnetzwerks übersetzt. Die Absender-Adressen von Paketen aus der Automatisierungszelle werden durch diese ersetzt.

 Auch in der Lebensmittelindustrie, wie der Fischverarbeitung nimmt die Digitalisierung Fahrt auf. Allerdings drohen so auch dort die IP-Adressen knapp zu werden. Deshalb werden jetzt mit dem Wall IE von Helmholz die Komponenten einer kompletten Linie zu einem Maschinennetz zusammengefasst und über eine einzige IP-Adresse in das Produktionsnetzwerk eingebunden.
Auch in der Lebensmittelindustrie, wie der Fischverarbeitung nimmt die Digitalisierung Fahrt auf. Allerdings drohen so auch dort die IP-Adressen knapp zu werden. Deshalb werden jetzt mit dem Wall IE von Helmholz die Komponenten einer kompletten Linie zu einem Maschinennetz zusammengefasst und über eine einzige IP-Adresse in das Produktionsnetzwerk eingebunden.Bild: Helmholz GmbH & Co. KG

Praxiseinsatz und Nachrüstung

Inzwischen setzt Greenland Seafood seit rund vier Jahren auf das Industrial NAT Gateway/Firewall Wall IE von Helmholz. Das Unternehmen gehört damit zu den ersten Anwendern der damals neuen Technologie. Seitdem hat sich das System vielfach bewährt, auch in der Bedienung, wie Gerken berichtet: „Inzwischen ist das wirklich kinderleicht. Man muss definitiv kein Programmierer sein, um die Wall IE im Betriebsalltag zu nutzen. Und bei Fragen haben wir auch immer gute Unterstützung durch Helmholz.“

Aktuell sind bei Greenland Seafood in Wilhelmshaven fünf Wall IEs im Dauereinsatz: Zwei Produktionslinien (eine für Fischstäbchen und eine Kombi-Linie), ein Cutter, die Speiseöl-Versorgung und die thermische Nachverbrennung sind auf diesem Weg sicher in das Produktionsnetzwerk eingebunden. Sukzessive wird nun auch das komplette übrige Werk mit Wall IEs ausgestattet. Die Nachrüstung gestaltet sich dabei relativ einfach, denn an den Maschinen selbst muss nichts geändert werden.

 Auch in der Lebensmittelindustrie, wie der Fischverarbeitung nimmt die Digitalisierung Fahrt auf. Allerdings drohen so auch dort die IP-Adressen knapp zu werden. Deshalb werden jetzt mit dem Wall IE von Helmholz die Komponenten einer kompletten Linie zu einem Maschinennetz zusammengefasst und über eine einzige IP-Adresse in das Produktionsnetzwerk eingebunden.
Auch in der Lebensmittelindustrie, wie der Fischverarbeitung nimmt die Digitalisierung Fahrt auf. Allerdings drohen so auch dort die IP-Adressen knapp zu werden. Deshalb werden jetzt mit dem Wall IE von Helmholz die Komponenten einer kompletten Linie zu einem Maschinennetz zusammengefasst und über eine einzige IP-Adresse in das Produktionsnetzwerk eingebunden.Bild:©CoreDESIGN/ shutterstock.com

Schrittweise in die Zukunft

Und auch den nächsten Schritt in Richtung zukunftsfähige und praxistaugliche Automatisierung haben Gerken und seine Kollegen bereits im Blick: Aktuell prüfen sie den Einsatz von REX 100 Industrieroutern, mit denen Helmholz den sicheren Fernzugriff direkt auf SPSen ermöglicht. Damit ließen sich Wartung und Diagnose weiter vereinfachen. „Wir schauen immer, wie wir unsere Automatisierung noch praxistauglicher machen können“, so Gerken. Die Erfahrungen zeigen: Mit einer durchdachten Netzwerkstruktur lassen sich auch komplexe Produktionsumgebungen übersichtlich und sicher gestalten.

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