
Mit ihrem schlanken Design sparen die intelligenten Module des M100-I/O-Systems von Haus aus Platz. Die Mitte 2025 erscheinenden HD-Module erhöhen die Kanalverdichtung zusätzlich und erleichtern mit einer bis zu 1,5-fach höheren Kanalanzahl im selben Formfaktor die Umsetzung von Anwendungen mit beengten Platzverhältnissen im Schaltschrank. Die digitalen und analogen I/O-Module DIS136, DOS136 (jeweils 36 anstatt 24 Kanäle in der Standard-Variante), AIO116 (16 anstatt 12 Kanäle) sowie UIO108 (8 anstatt 6 Kanäle) erlauben kompakte I/O-Konfigurationen. Sie wurden speziell für Anwendungen entwickelt, bei welchen eine hohe Anzahl an digitalen oder analogen I/O-Signalen verarbeitet werden muss. Die vier neuen Module werden zusätzlich als Extended-Climate-Variante verfügbar sein. Die HD-Module bringen dieselben intelligenten Funktionen wie die Standard-I/O-Module der M100-Serie mit: PWM, Zähler, Zeitstempel, Überabtastung oder die direkte Modul-zu-Modul-Kommunikation.
Kanalweise konfigurierbares
Universal-Ein-/Ausgangsmodul
Mit dem Universal-Ein-/Ausgangsmodul UIO106 deckt eine einzige Modultype alle üblichen Analog- und Digitalsignale in Ein- und Ausgangsrichtung kanalweise konfigurierbar ab. Damit reduziert es die Variantenvielfalt und den Platzbedarf im Schaltschrank beispielsweise bei einer Zerkleinerungsanlage. Die frei konfigurierbaren Kanäle vereinfachen die Projektierung und sorgen für unkomplizierte Inbetriebnahmeprozesse. Sämtliche Kanäle des Moduls sind als analoger oder digitaler Eingang oder Ausgang konfigurierbar. Eine breite Palette von Zusatzfunktionen wie Zähler, Encoder, Pulsweitenmodulation, Schrittmotor-Endstufen-Ansteuerung, Temperatur- oder Widerstandsmessung komplettieren die Vielseitigkeit. Vor allem für Anwendungen, die nur wenige Signale mit unterschiedlichen Signalarten benötigen, eignet sich das Universalmodul: Der Einsatz verschiedener Modultypen mit häufig unbelegten Kanälen erübrigt sich. Eine Überabtastung digitaler Signale bis 8µs und analoger Signale bis 100µs gibt Sicherheit für zukünftige Anwendungen mit stetig steigenden Taktraten. Auch die Netz-Erfassung bei PQ-Anwendungen und das exakte Erkennen von Störzeitpunkten werden damit ermöglicht. Das I/O-Modul unterstützt außerdem die Drei- und Vierleiter-Messtechnik. Der Einfluss der Anschlussleitung auf die Messergebnisse wird damit eliminiert. Gleichzeitig verringert sich dadurch der Rangieraufwand. Das analoge Ein-/Ausgangsmodul AIO104/I verfügt bei analogen Signalen über dieselben Funktionalitäten wie das UIO106-Modul, bietet jedoch zusätzlich einzelkanalgetrennte I/Os. Durch die Entkopplung potenzieller Fehlerstellen verbessern sie die Signalqualität und erhöhen die Betriebssicherheit.
Netzmessungs- und
Netzschutzmodul
Zudem hat Bachmann eine nochmals verbesserte Version seines steuerungsintegrierten Netzmessungs- und Netzschutzmoduls GMP232 auf den Markt gebracht. Mit einer Genauigkeit der Frequenzmessung von 1mHz sowie einer Abweichung von maximal 0,1 Prozent bei der Strom- und Spannungsmessung erfüllt das Modul auch die strengen Anforderungen der Netzbetreiber. Die Frequenzmessung wurde dabei speziell auf die Einflüsse im Umfeld von Umrichtern und das Vorkommen üblicher Netzfehler ausgelegt. Anwendungen können je nach Bedarf auf direkte hochdynamische oder auf störungsunterdrückte oder gemittelte Frequenzdaten zugreifen. Um große Niederspannungserzeuger oder kritische Lastabzweige genau messen und schützen zu können, wurde das Isolationskonzept komplett überarbeitet: Das GMP 232/x2 unterstützt Nennspannungen bis zum Mittelspannungsgrenzwert von 1000V. Betreiber profitieren in diesem Spannungsbereich von einer 45 Prozent höheren Leistungsübertragungskapazität im Vergleich zur 690V-Variante, ohne die Leitungsquerschnitte erhöhen zu müssen. Nochmals erweiterte Messbereiche beim Strom machen es möglich, bei massiven Fehlern die Schutzfunktionen noch selektiver wirksam werden zu lassen als bislang. Während transienter Hochlaufphasen oder Störungen bleibt das Messsignal und die damit verbundene Regelfähigkeit vollständig erhalten. Strommessungen bis zum Fünffachen des Nennstroms und eine kurzzeitige Überlastfähigkeit bis zu 250A (bis 0,25s) helfen außerdem, Ereignisse besser analysieren zu können. Dabei unterstützen auch der im Modul integrierte Störschreiber und das Ereignisprotokoll. Erweitert wurden auch die Überlastbereiche bei der Spannung auf 3637 Vrms (bis 1s), um selbst nach massiven Netz- oder Anlagenfehlern die Schutz- und Regelungsaufgaben weiterhin sicherzustellen. Das GMP232/x2 enthält rund 50 konfigurierbare Schutzfunktionen, um Netz und Erzeugungseinheit bei definierten Abweichungen von Spannung, Frequenz, Phasenlage (Vektorsprung) oder Austauschleistung zu schützen. Darunter sind die neuen Schutzfunktionen Mitsystem-Unterspannungsschutz, Nullsystem-Überspannungsschutz sowie Gegensystem-Überspannungsschutz.

















