Was bringt die Zukunft für TSN?

Obwohl ursprünglich für den Einsatz in Broadcast- bzw. Automobilnetzwerken entwickelt, ist nun auch in der industriellen Automation ein großes Interesse an TSN erkennbar. Man verspricht sich davon, die Nachteile der bestehenden StandardEthernet-Technologie hinsichtlich Deterministik und Echtzeitfähigkeit zu beseitigen.

B ei der PNO ist die Spezifikation von Profinet over TSN abgeschlossen und man ist bereits in der konkreten Umsetzung. Im Zusammenhang mit TSN hört man derzeit auch häufig von SPE (Single Pair Ethernet) bzw. PoDL (Power over Data Lines). PoDL kommt auch aus dem Kfz-Bereich und wurde dazu entwickelt, Daten und Spannungsversorgung über ein Adernpaar zu übertragen. Nebenbei sei erwähnt, dass sich die Ethernet-Technologie allgemein in Richtung immer höherer Datenraten entwickelt – im Automatisierungsumfeld sind die übertragenen Datenmengen jedoch vergleichsweise gering. Zudem müssen Steckverbinder und Leitungen robust, kostengünstig und einfach zu installieren sein. Dem kommt PoDL entgegen, da die Verkabelung ohne Switches oder Gateways tatsächlich einfacher wird. Man darf gespannt sein, ob es den etablierten Systemen wie IO-Link oder AS-Interface gelingt, ihre Alleinstellungsmerkmale so darzustellen, dass sie den Wettbewerb langfristig überstehen. Im Moment ist PoDL noch im Entstehen. Kabel, Leitungen und Steckverbinder gibt es schon. Auch die Prüfverfahren dafür liegen schon fest. Offen ist noch der Übertrager und was sonst alles als Halbleiter auf der Leiterplatte zu finden sein wird. Es bleibt spannend in der Branche.

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