Globaler Elektromarkt erholt sich deutlich

Der Weltmarkt für elektrotechnische und elektronische Güter kam im vergangenen Jahr auf 4,6 Billionen Euro. Damit hat er sein Niveau von 2019 trotz Corona-Pandemie halten können. Für 2021 rechnet der ZVEI mit einem Plus von neun Prozent.
Für 2021 und 2022 rechnet der ZVEI mti einer kräftigen Erholung auf dem globalen Elektromarkt.
Für 2021 und 2022 rechnet der ZVEI mti einer kräftigen Erholung auf dem globalen Elektromarkt. Bild: ZVEI e.V.

Vor allem durch Zuwächse in China, aber auch einigen anderen asiatischen Ländern, wurde 2020 ein Rückgang verhindert. So entfielen auf Asien mit 2,9 Billionen Euro 62,9 Prozent des globalen Elektromarktes. Nach seinem leichten einprozentigen Anstieg 2020 könnte der asiatische Markt 2021 um zehn Prozent, und damit unter allen Kontinenten am kräftigsten, zulegen. Der chinesische Markt – mit 1,9 Billionen Euro und einem globalen Anteil von 41,2 Prozent der größte Ländermarkt – sollte nach seinem letztjährigen Plus von vier Prozent in diesem Jahr um elf Prozent expandieren können. Der Elektromarkt in Südkorea gewann 2020 vier Prozent hinzu und erreichte so 191Mrd.€. Er belegte mit einem Anteil von 4,2 Prozent Position vier in der Welt. Für 2021 rechnet der ZVEI mit einer Steigerung um sechs Prozent.

Amerika und Europa mit Rückgängen

Der amerikanische Elektromarkt ist 2020 nach vorläufigen Berechnungen um drei Prozent auf 852Mrd.€ geschrumpft. Sein Anteil am globalen Markt belief sich damit auf 18,5 Prozent. Die Erholungsaussichten für 2021 liegen bei plus neun Prozent. Für den US-amerikanischen Markt – der 2020 um ein Prozent auf 611Mrd.€ nachgab und weltweit die zweite Position im Länderranking einnahm – ist für dieses Jahr ebenfalls mit einem Plus von neun Prozent zu rechnen. In Europa fiel der Marktrückgang 2020 mit minus drei Prozent so hoch aus wie in Amerika. Mit 743Mrd.€ macht der europäische Elektromarkt 16,1 Prozent des Weltmarktes aus. 2021 könnte er der ZVEI-Prognose zufolge um sieben Prozent zulegen. Für die Märkte in der EU und in der Eurozone werden die gleichen Zuwachsraten erwartet. Der deutsche Markt gab 2020 um fünf Prozent auf 120Mrd.€ nach, blieb mit einem Anteil von 2,6 Prozent aber der fünftgrößte der Welt. Für 2021 rechnet der ZVEI mit einem Anstieg um sechs Prozent.

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