IBH Link IoT und TeamViewer

Mehr als nur sicherer Zugriff auf die Maschine

Die Firmen IBHsoftec und TeamViewer haben in einer Kooperation eine Lösung für den Fernzugriff auf Maschinen, Anlagen und Geräte geschaffen. Der IBH Link IoT besteht aus einer IBHsoftec-Schnittstellen-Hardware und der TeamViewer IoT-Software und bündelt damit die Kompetenzen beider Unternehmen in einem Produkt. Wir haben uns die vorgestellte Remote-Lösung einmal genauer angeschaut.
Bild: IBHsoftec GmbH

Remote Services für eine Maschine sind nicht nur in Pandemie-Zeiten für einen möglichst reibungslosen Produktionsablauf von großer Bedeutung. Steht eine Maschine, ist es heute einfach nicht mehr zeitgemäß, zwei Tage auf einen Servicetechniker zu warten, der dann ein Problem löst, welches er ebenso gut auch mittels Fernzugriff hätte lösen können, vielleicht mit einer helfenden Hand an der Maschine vor Ort. Beispiele für solche Situationen kennen wir alle nur zu gut. IBHsoftec und TeamViewer machen Remote-Service-Einsätze jetzt nicht nur einfach, sondern sorgen auch noch dafür, dass die helfende Hand vor Ort genau sieht, was sie tun soll. Doch dazu später mehr…

Sicheren Zugriff einfach machen

Fest steht: Ein einfacher, sicherer und zuverlässiger Zugriff auf die Maschinensteuerung ist gar nicht so einfach zu etablieren und über Jahre hinweg zu pflegen. Dafür hat IBHsoftec gemeinsam mit TeamViewer nun eine Lösung entwickelt, die mit nahezu allen ethernetfähigen Steuerungen z.B. der Hersteller Siemens, Rockwell, Mitsubishi, Beckhoff, B&R, Bosch-Rexroth usw. funktioniert. So wie die Anforderungen der Anwender nach Einfachheit, Sicherheit und Zuverlässigkeit ist auch dieser Fachartikel aufgebaut und behandelt die Aspekte in entsprechender Reihenfolge.

Expertenwissen ‚out of the Box‘

Das Modul IBH Link IoT ermöglicht zusammen mit TeamViewer IoT den einfachen und sicheren Zugriff auf Steuerungen und deren Programmierung. Das gesamte Expertenwissen, das notwendig ist, um eine sichere Fernwartung zu ermöglichen, steckt in dieser Kombi-Lösung. Im Kern ist dies ein kompaktes Gerät zur Hutschienenmontage mit vier Ethernet Ports und einer 24V Stromversorgung, das als Gateway für alle ethernetfähigen Steuerungen über die Protokolle TCP und UDP dient. Die vorinstallierte TeamViewer Software und das dazugehörige Management-Portal sorgen dafür, dass man sicher und einfach aus der Ferne auf das Gateway zugreifen kann. Die Implementierung ist dabei denkbar unkompliziert: Ein vom Maschinenhersteller vorkonfigurierter IBH Link IoT wird in die Maschine integriert, indem eine Schnittstelle an die SPS, die andere an das Firmennetzwerk angeschlossen wird – fertig. So muss selbst für die Implementierung der Fernwartungsfunktion kein Techniker des Maschinenherstellers zum Endanwender fahren. Auch die Konfigurationsaufgaben auf Seiten des Service-Anbieters sind schnell und einfach zu erledigen. Zu ihnen gehört beispielsweise die Eingabe eines Assignment-Keys in die Managementkonsole, der für die eindeutige Identifikation des Gerätes bei der Kommunikation notwendig ist. Nur mit dem korrekten Assignment-Key ist der Aufbau der Remote-Verbindung überhaupt möglich. Auch Benutzergruppen und Rollen mit entsprechenden Berechtigungen können in der Managementkonsole konfiguriert werden. Für den Verbindungsaufbau bedarf es keinerlei Anpassung von Firewallregeln oder Portfreigaben, denn durch die TeamViewer-Technologie wird der Datentunnel aus dem Zielnetzwerk heraus geöffnet und das Zielgerät lässt die Verbindung nur von legitimierten Geräten und Personen zu.

 Konfiguration über Web-Interface
Konfiguration über Web-InterfaceBild: IBHsoftec GmbH

Management mit gewohnten Werkzeugen

Diese Architektur hat sowohl für den Maschinenhersteller, der die Fernwartung durchführt, als auch für den Endkunden zahlreiche Vorteile. Komplexe und aufwändige Konfigurationsarbeiten entfallen. Dadurch ist die Lösung in der Regel ‚out of the Box‘ einsatzbereit. Anwender und Hersteller können in der für sie gewohnten Umgebung arbeiten, ohne dass an der Steuerung bzw. dem Maschinenprogramm irgendwelche Konfigurationsanpassungen durchgeführt werden müssen. So bleiben auch die IP-Adressen der SPSen im Original-Zustand. Die Verbindung auf die Steuerung erfolgt in gleicher Weise, als wäre der Service-Mitarbeiter vor Ort.

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